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Die seit Wochen erhoffte nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran lässt immer noch auf sich warten. Immerhin wird aber weiter verhandelt, US-Präsident Trump sprach sogar von einem "schnellen Tempo". Die Ölpreise gaben am Dienstag im frühen Handel wieder etwas nach. "Die Anleger scheinen derzeit jede geopolitische Nachricht vorsorglich auf die Goldwaage zu legen", bemerkte Marktanalyst Timo Emden. Im Gegensatz zur Wall Street fehle dem deutschen Aktienmarkt ein durchschlagendes Zukunftsthema. Während jenseits des Atlantik die KI-Fantasie viele Anleger beinahe elektrisiere und die Kurse vieler Technologiewerte antreibe, überwiege diesseits die Skepsis, konstatierte der Experte.
Die Aktien von Infineon setzten ihre KI-getriebene Kursrally fort und erreichten einen weiteren Höchststand seit dem Jahr 2000. Sie kletterten an der DAX-Spitze um weitere 5,6 Prozent, womit sich der Kursgewinn im laufenden Jahr bereits auf rund 125 Prozent summiert.
In Paris legten die Aktien STMicro um gute 7,7 Prozent. Auch hier ist die KI der Treiber. Innerhalb von zwei Monaten hat sich die Aktie nahezu verdoppelt. Der Infineon-Rivale hob am Dienstag seine Prognosen für das Geschäft mit Leistungshalbleitern für Server an. Im laufenden Jahr erwartet der französisch-italienische Halbleiterhersteller Erlöse von rund einer Milliarde statt "deutlich mehr" als 500 Millionen Dollar (429,33 Mio. Euro).
Die Aktien des microRNA-Spezialisten Abivax sind nach Studienergebnissen ihres Mittels Obefazimod am Dienstag eingebrochen. Obwohl die Studie alle Endpunkte erreicht hatte, sorgten aufgetretene Krebsfälle bei Probanden für Unsicherheit. Auf der Handelsplattform Tradegate fielen die Papiere des an der Euronext und in New York gelisteten Unternehmens mit 82,65 Euro um 26 Prozent unter ihren Euronext-Schlusskurs. Damit droht das tiefste Niveau seit November vergangenen Jahres.