Europas Leitbörsen notieren zu Mittag uneinheitlich

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Verluste auf der Amsterdamer Börse
 © APA/APA/ANP/ROBIN UTRECHT
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Montag zu Mittag uneinheitlich gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 verlor leicht an Schwung hielt sich aber noch über der 6.000-Punkte-Marke. Der Eurozonen-Leitindex stieg um 0,15 Prozent auf 6.007 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX legte am Vormittag um 0,19 Prozent auf 24.767 Zähler zu. Der britische FTSE verlor hingegen 0,08 Prozent auf 10.361 Einheiten. Verluste gab es auch in Amsterdam.

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Für mehr fehlte dem Leitindex laut Experten der Schwung vor wichtigen Konjunkturdaten, die im Wochenverlauf aus den USA erwartet werden. Laut dem Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consors Bank muss sich erst noch zeigen, ob die am Mittwoch und Freitag erwarteten Arbeitsmarkt- und Inflationsberichte "ausreichen, um den Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben zu durchbrechen.

Positive Nachrichten für Anleger kommen aus Italien. Die Bank-Austria-Mutter UniCredit will ihre Gewinne in den kommenden Jahren weiter nach oben treiben und Milliardensummen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. Bis zum Jahr 2028 soll der bereinigte Überschuss auf 13 Mrd. Euro klettern, teilte das Geldhaus am Montag in Mailand mit. Für das laufende Jahr nimmt sich UniCredit-Chef Andrea Orcel bereits 11 Mrd. Euro vor. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die Unicredit-Aktie legte um 5,92 Prozent zu. Im Sog der UniCredit zogen auch Bankenwerte an. Commerzbank gewannen 1,79 Prozent, BBVA 1,34 Prozent und Santander 0,69 Prozent.

Gut gesucht waren auch die Aktien deutscher Rüstungskonzerne. Die Titel von Rheinmetall notierten 1,62 Prozent höher. Die Werte von Renk stiegen nach einer Kaufempfehlung von Warburg Research um 3,71 Prozent. Trotz der Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine werden Experten nicht müde zu betonen, dass Rücksetzer neue Kaufchancen eröffnen. Dies unterstrich am Montag Warburg-Experte Christian Cohrs mit Blick auf Renk, die sich zuletzt von ihrem Rekordhoch um bis zu 40 Prozent entfernt hatten, aber vom sich abzeichnenden Superzyklus im Verteidigungsbereich profitieren sollten. Dem Experten zufolge ist die Anlagestory bei dem Panzergetriebe-Hersteller intakt und die operative Entwicklung langfristig gut berechenbar.

Nach einem Kurssprung am Freitag gaben die Werte des französischen Infrastrukturkonzerns Vinci wieder nach (minus 1,49 Prozent). Größtenteils Abgaben gab es bei den Gesundheitswerten. Fresenius Medical Care verloren 2,14 Prozent, Siemens Healthineers gaben um 1,26 Prozent nach und Qiagen sanken um 1,68 Prozent.

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