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Der Eurozone-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor 0,24 Prozent auf 5.997,60 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX nahezu unverändert bei 24.853,37 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der britische Leitindex FTSE-100 um 0,24 Prozent auf 10.427,88 Zähler. Der Schweizer SMI tendierte 0,6 Prozent fester mit 13.614,17 Punkten und verzeichnete ein neues Rekordhoch im Verlauf.
Am Freitag dürfte viel daran liegen, was die am Nachmittag anstehenden Inflationszahlen aus den USA mit sich bringen. Diese sind von besonderer Bedeutung für den Spielraum der Notenbank Fed, um die Zinsen weiter zu senken. Infolge unterschiedlicher Wirtschaftsdaten hatten schwankende Zinssenkungserwartungen zuletzt zur Unruhe an den Börsen beigetragen. Laut der Helaba war die Inflation zuletzt zu hoch, doch mit den Jännerzahlen zeichne sich eine Entspannung ab.
An der Spitze der Einzelsektoren standen die Technologiewerte. Gewinne der Schwergewichte ASML und SAP stützten. Aktien des IT-Dienstleisters Capgemini zogen nach Zahlen um fünf Prozent an.
Die Akzente unter den Industriewerten setzten Safran. Der französische Triebwerkshersteller verspricht sich vom Rüstungsboom und der anziehenden Nachfrage von Flugzeugbauern deutliche Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Das kam am Markt gut an. Die Aktie gewann zuletzt 7,8 Prozent und kletterte im Verlauf auf ein Rekordhoch.
Weniger gut kam dagegen das Zahlenwerk eines anderen französischen Standardwertes an: Der Kosmetikkonzern L'Oreal war im vierten Quartal moderater als erwartet gewachsen. Das Geschäft in China blieb schwierig und das Luxusgeschäft schwächelte etwas. Die Aktie büßte 4,4 Prozent ein.
Im nachgebenden Rohstoffsektor fielen Norsk Hydro um 6,7 Prozent. Die Zahlen des norwegischen Aluminiumproduzenten waren nach Ansicht der Analysten von Jefferies zwar besser als erwartet ausgefallen, der Ausblick gestalte sich aber nur durchwachsen.