
von
Die Entschlossenheit von Fed-Chef Kevin Warsh, die Inflation zu bekämpfen, hat die Märkte im Anschluss an die erste Zinserhöhung in den USA seit 2023 beruhigt. "Die Fed verteidigt ihre Glaubwürdigkeit", kommentierte Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust. Er hält eine weitere Zinsanhebung im Oktober oder spätestens Dezember für wahrscheinlich.
Die US-Notenbank Fed reagiere damit "nicht nur auf die hartnäckige Inflation, sondern auch auf gestiegene Zweifel des Anleihemarktes an ihrer Entschlossenheit", kommentierte Volkswirt Johannes Mayr vom Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz. Dies sei eine Entscheidung für den Markt und gegen Donald Trump. Der US-Präsident fordert von der Federal Reserve seit Langem niedrigere Leitzinsen.
An der Spitze der europäischen Einzelsektoren lagen einerseits Rohstoffwerte. Andererseits gewannen die Autowerte nach ihren Vortagesverlusten klar hinzu. Unter ihnen kletterten Volvo Cars um 1,4 Prozent. Analyst Ross MacDonald von der Citigroup lobte die Aussagen vor dem Kapitalmarkttag des Autobauers. Diese hätten von Zuversicht bei Margen und Marktanteilen gezeugt. Die am Mittwoch deutlich gefallenen Aktien von Renault erholten sich unterdessen um 2,4 Prozent.
Im Techsektor legte das Schwergewicht ASML mit 1,6 Prozent Aufschlag deutlich zu. Unter den Telekomwerten präsentierten sich Nokia stark. Das Unternehmen hatte von einem Ausbau der Zusammenarbeit mit Microsoft berichtet. Die Aktie gewann 4,7 Prozent.
Unter den Einzelhandelswerten zogen Next in London um 2,5 Prozent an und reagierten damit auf die Aussichten für die weitere Geschäftsentwicklung. Die Analysten der Deutschen Bank lobten die Aussagen zum erwarteten Vorsteuergewinn. Das internationale Wachstum bleibe stark.