Europas Leitbörsen mehrheitlich im Plus, Euro-Stoxx-50 +0,2%

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Wochen- und Monatsplus beim europäischen Referenzindex
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Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Freitag mehrheitlich leichte Gewinne verzeichnet. Die jüngste massive Erholung der Halbleiteraktien in Asien und den USA ließ die Anleger aufatmen. Damit flachten die Sorgen über eine anhaltende Talfahrt des Sektors, die auf den Gesamtmarkt übergreifen könnte, zunächst ab.

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"Die Investoren lassen sich von den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten nicht mehr stark beeinflussen", stellte Marktstratege Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets fest. "Auch die starke Gegenbewegung bei den Halbleiterunternehmen verhilft den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss zu neuer Kursdynamik."

Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 stieg um 0,21 Prozent auf 6.358 Punkte und verbuchte damit ein Wochenplus von 1,2 Prozent. Auf Monatssicht legte er leicht um 0,5 Prozent zu. In Frankfurt schloss der DAX zum Wochenausklang um magere 0,07 Prozent höher bei 25.629 Zählern. Der britische FTSE-100 fiel hingegen um 0,27 Prozent auf 10.868 Punkte.

Unter den Techwerten kletterten Infineon um mehr als vier Prozent nach oben. Dahinter zogen ASM International um 1,9 Prozent hoch.

Einmal mehr brachten zudem Quartalszahlen Schwung in die Aktienkurse. Zu den positiven Überraschungen gehörten Saint-Gobain. Die Geschäfte des französischen Baustoffkonzerns hatten sich nach einem schwachen Jahresauftakt im zweiten Quartal belebt. Der Konzern habe die Erwartungen auf breiter Basis übertroffen, lobten die Analysten der RBC. Die Aktie kletterte um fast sieben Prozent.

Titel von Holcim rutschten dagegen nach einem festeren Handelsstart ins Minus. Der Zementkonzern hatte mit seinen Halbjahreszahlen die Markterwartungen zwar übertroffen und den Ausblick erhöht. Eine Reihe von Investoren hätte beim Betriebsgewinn aber eine kräftigere Erhöhung des Ausblicks gewünscht. Die Aktie sank um 2,8 Prozent.

Im Bankensektor glänzte mit Crédit Agricole ein weiteres Institut mit guten Zahlen. Die Analysten von RBC sprachen von soliden Ergebnissen. Der Kurs kletterte um 2,6 Prozent. Nicht ganz so gut kamen die Zahlen von Axa an. Solide, aber unspektakulär, hieß es hierzu von der RBC. Die Aktie gab um 0,6 Prozent nach.

Am Ende des Feldes lagen dagegen abgeschlagen die Medienwerte. Der Sektor litt unter dem Kurseinbruch des Schwergewichts Universal Music, das um mehr als 25 Prozent einbrach und ein neues Rekordtief verzeichnete. Der Kurs reagierte damit auf die Quartalszahlen. Bei Bernstein war gar von einer Enttäuschung auf allen Ebenen die Rede. Nach den schwachen Zahlen zum ersten Quartal habe man nun eigentlich auf eine Verbesserung gesetzt.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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