Europas Leitbörsen notieren zu Mittag im Plus

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Unicredit will Commerzbank übernehmen
 © Arne Dedert, dpa, APA
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Europas Börsen haben sich am Montag mehrheitlich erholt gezeigt. Nach einem verhaltenen Handelsstart schwenkte der Euro-Stoxx-50 mit 5.724 Punkten ins Plus von 0,13 Prozent. Auch der deutsche Leitindex DAX gewann 0,25 Prozent auf 23.507 Zähler. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,4 Prozent auf 10.302 Einheiten.

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Dass im Krieg der USA und Israels gegen den Iran und bei den Ölpreisen keine Entspannung in Sicht ist, sorgte aber weiterhin für anhaltende Konjunktur- und Inflationssorgen. Israels Armee greift den eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Sie sprach von einer "groß angelegten Angriffswelle", die in den Städten Teheran, Shiraz und Tabriz die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran.

Gefragt waren erneut Öl- und Gaskonzerne sowie Telekommunikationstitel. Diese profitierten von ihrem Status als defensiver Sektor, der seine Stärken vor allem in einem schwachen Marktumfeld ausspielt. Die Branche sei aber nicht nur eine Anlage für Krisenzeiten, sondern habe seit Anfang 2024 auch höhere Renditen als der Gesamtmarkt abgeworfen, besonders im laufenden Jahr, betonte Analyst Nick Lyall von der Privatbank Berenberg in einer aktuellen Einschätzung.

Weiter verkauft wurden indes vor allem die export- und konjunktursensiblen Autowerte. Auch bei den Reise- und Freizeitaktien setzte sich der Abwärtstrend fort. "Für die zyklischen Branchen, insbesondere im Chemie-, Luftfahrt-und Autosektor, könnten sich in den kommenden Quartalen massive Bremsspuren in den Bilanzen zeigen", befürchtet Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Unicredit-Titel büßten an der Mailänder Börse 0,6 Prozent ein. Sie waren damit so günstig zu haben wie zuletzt im November. Die italienische Bank legte ein offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank vor. Sie ist mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär beim Branchenkollegen und kontrolliert nach eigenen Angaben inklusive Finanzinstrumenten insgesamt 29,9 Prozent der Commerzbank-Anteile. Die Offerte beinhaltet einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Anteil, was einem Aufschlag von vier Prozent zum Freitags-Schlusskurs entspricht. Die Aktien der Commerzbank verteuerten sich um mehr als sechs Prozent auf 31,55 Euro.

Die Aktien von Rüstungsunternehmen schlagen sich in der höchst angespannten geopolitischen Lage weiter recht gut. Die Papiere des Radarspezialisten Hensoldt legten um fast fünf Prozent auf 81,95 Euro zu. Die Experten von Kepler Cheuvreux gaben am Montag ihre negative Einstufung für Hensoldt auf und votieren beim auf 81 Euro erhöhten Kursziel nun mit "Hold". Relativ gesehen liege die Bewertung nach einem Jahr der Underperformance nun wieder auf Höhe der Branche, hieß es. Der Krieg in Nahost habe die Nachfrage nach Luftverteidigung angeheizt. Die Experten setzen 2027 auf eine Wachstumsbeschleunigung.

Eine Kaufempfehlung der UBS befeuerte die zuletzt ins Stocken geratene Erholung der Aktien von Bayer. Die Papiere der Leverkusener kletterten um über drei Prozent auf 40,04 Euro.

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