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Die fragile Lage an den Finanzmärkten geht von den Edelmetallmärkten aus, an denen seit Freitag die Rekordrally korrigiert wird. Die Marktstimmung sei deshalb deutlich angespannt, schrieb der Chefmarktanalyst bei AT Global Markets, Nick Twidale. "Bei solch historischen Kursbewegungen sinkt das Anlegervertrauen nicht nur in Bezug auf Gold, sondern auf den gesamten Markt rapide." Die Preise für Gold und Silber gaben in der Früh nochmals deutlich nach.
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Einbruchs der Edelmetallmärkte war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Gefragt waren vor diesem Hintergrund defensive Werte aus den Sektoren Basiskonsumgüter und Telekom. Ganz unten am Branchentableau standen dagegen die Rohstoffwerte. KGHM und Fresnillo sackten um 8,4 respektive 6,4 Prozent ab und folgten so den schwächeren Edelmetallpreisen.
Ähnlich sah es bei Ölwerten aus. BP und TotalEnergies gaben jeweils um rund zweieinhalb Prozent nach. Sie folgten deutlichen Rückgängen bei den Ölnotierungen, die zuletzt wegen wachsender Sorgen vor einer Eskalation rund um den Iran gestiegen waren. US-Präsident Donald Trump erhöhte zwar den Druck auf Teheran und drohte erneut mit militärischen Schritten, betonte aber zugleich, weiterhin auf eine Verhandlungslösung zu setzen.
In Zürich büßten Julius Bär nach Zahlen 1,7 Prozent ein. Das Ergebnis der Schweizer Bank wurde 2025 von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Kollaps der Immobiliengesellschaft Signa des Tiroler Investors Rene Benko belastet.