Europas Leitbörsen mit Zuwächsen am Vormittag

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++ ARCHIVBILD ++ Börsen zeigen sich im Plus
 © Arne Dedert, dpa, APA
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Europas wichtigsten Börsen zeigten sich am Dienstagvormittag weiter im Zeichen des Iran-Kriegs aber mit leichten Zuwächsen. Der Euro-Stoxx-50 stand mit plus 0,3 Prozent auf 5.7258 Punkten. In Frankfurt legte der DAX 0,3 Prozent auf 23.633 Zähler zu. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,5 Prozent auf 10.318 Einheiten.

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An den Aktienmärkten scheinen die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs hoch zu sein. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Dabei verwies er auf die geringen Handelsumsätze, die auch zum Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten gelegen hätten.

Zunehmend in den Blick rücken aber auch die großen Zentralbanken. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden. "Steigende Inflationssorgen und zunehmende Konjunkturrisiken führen zu einem verengten Handlungsspielraum der Notenbanken. Noch herrscht die Hoffnung vor, der Energiepreisschock werde von vorübergehender Natur sein", formulierten die Analysten von Helaba.

Nach dem Rückgang zum Wochenanfang haben die Ölpreise am Dienstag wieder zugelegt. Derzeit liegt der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent bei knapp über 99 Dollar. Am Montag lag zum Handelsschluss bei knapp 97 Euro. Grund ist die Furcht vor Lieferausfällen, da die Straße von Hormuz weiterhin nicht passiert werden kann. "Solange kein Ende der Kampfhandlungen in Sicht und die Passage in den Golf von Oman nicht gesichert ist, scheint das Aufwärtspotenzial in den verschiedenen Marktsegmenten begrenzt.", schreiben die Analysten der Helaba.

Die steigenden Preise für Energie sorgten im DAX für Kursgewinne bei RWE und Eon. Die beiden Versorgeraktien gewannen an der Index-Spitze 1,2 und 1,7 Prozent. Rheinmetall gaben dagegen nach der jüngsten Kurserholung der Rüstungsaktie um 1,4 Prozent nach.

Für Totalenergies haben die Experten von Barclays das Kursziel von 78 auf 94 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Krieg im Nahen Osten habe das Angebot in einem ohnehin vor einer mehrjährigen Rally stehenden Ölmarkt zusätzlich verknappt, schrieb Lydia Rainforth. Die Aktien des Energiekonzerns gewann bisher 1,9 Prozent.

Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Vinci von 137 auf 160 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die sogenannten Megatrends Elektrifizierung und Digitalisierung beschleunigten sich, schrieb Pierre Rousseau. Die damit verbundenen mittelfristigen Wachstumspotenziale würden nach wie vor übersehen. Vinci-Papiere legten in Paris 1,4 Prozent zu.

FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 8.4.2025) - FOTO: APA/APA/dpa/Arne Dedert

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