Europas Leitbörsen gehen mit Zuwächsen aus dem Handel

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ASML mit starken Zuwächsen, ebenso ABN Amro
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch Zuwächse verzeichnet. Im Fokus stand unter anderem die Ankunft von US-Präsident Donald Trump in China. Die Marktteilnehmer hoffen angesichts des Staatsbesuchs auf eine mögliche Vermittlungsrolle Chinas in den stockenden Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

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Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,91 Prozent auf 5.861,07 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,76 Prozent fester bei 24.136,81 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,58 Prozent auf 10.325,35 Einheiten.

"Peking könnte als geopolitischer Brückenbauer zwischen Washington und Teheran fungieren und damit zwischen den Fronten im Nahostkonflikt vermitteln", schrieb Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. Der große Wurf erscheine jedoch derzeit unwahrscheinlich.

Der Technologiesektor profitierte von den Gewinnen der ASML-Aktien, die um 4,8 Prozent auf 1.327 Euro zulegten. Goldman Sachs hatte das Kursziel auf 1.600 Euro angehoben. Die Aktien des Zulieferers der Chipindustrie spiegelten Wachstumstreiber wie KI-Nachfrage und China-Chancen immer noch nicht angemessen im Kurs, hieß es in der Analyse.

Versicherer stützten Gewinne der Aktien von Zurich, die um 4,1 Prozent anzogen. Der Versicherungskonzern hatte gute Wachstumszahlen vorgelegt, vor allem in der Schaden- und Unfallsparte. Am Markt sei nicht mit einem derart kräftigen Wachstum im Nichtlebengeschäft gerechnet worden, hieß es in einem Kommentar von Jefferies. Erfreulich sei das anhaltende Wachstum mit Vorsorgeprodukten, die höhere Margen versprächen.

Im Bankensektor ragten ABN Amro mit 8,7 Prozent Aufschlag heraus. Analystin Anke Reingen von der kanadischen RBC verwies auf das starke Zahlenwerk der niederländischen Bank.

Gefragt waren auch Alstom mit plus zwei Prozent. Nach den enttäuschenden vorläufigen Zahlen, die der Aktie im April einen Kurseinbruch beschert hatten, beruhigte der vollständige Quartalsbericht nun etwas. Analyst Akash Gupta von JPMorgan hob dabei die Aussagen des Bahnzulieferers zur Bilanz hervor.

Einen Kurseinbruch erlitt dagegen ein Schweizer Wert der zweiten Reihe. Adecco brachen um über 16 Prozent ein und setzten damit ihre enttäuschende Entwicklung fort. Der Wert reagierte so auf die Zahlen zum ersten Quartal. Das organische Wachstum war besser als erwartet ausgefallen, die Aussichten hinsichtlich der Rentabilität belasteten aber. Laut den Experten der UBS ist die sich weiter verbessernde Umsatzdynamik zwar positiv zu werten. Offensichtlich habe das Unternehmen aber Mühe, "diese in eine signifikante Gewinndynamik umzuwandeln".

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