Europas Leitbörsen mit Gewinnen - Euro-Stoxx-50 plus 0,75%

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Nach deutlichen Vortagesabschlägen - Vielzahl an Quartalsergebnissen
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Die europäischen Leitbörsen haben sich am Mittwochvormittag nach den deutlichen Vortagesabschlägen mit klaren Kurszuwächsen präsentiert. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 gewann gegen 10:30 Uhr 0,75 Prozent auf 5.852 Punkte. Am Dienstag hatte er starke 1,5 Prozent an Wert eingebüßt. In Frankfurt legte der DAX 1,08 Prozent auf 24.214 Einheiten zu. Der britische FTSE verbesserte sich um 0,65 Prozent auf 10.332 Zähler.

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Topthema ist am Berichtstag wohl der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China. Laut Marktexperte Jochen Stanzl von der Consorsbank ist es "das meistbeachtete Ereignis". Vordergründig gehe es um den Handel, denn Trump reise mit dem "Who's Who der amerikanischen Wirtschaft" nach Peking, schrieb er. Der Besuch werde jedoch vom Iran-Krieg überschattet. Der innenpolitische Druck auf Trump, den Krieg zu beenden, sei angesichts der zuletzt hohen Inflation nochmals gewachsen. "Ob er die Antworten darauf allerdings in Peking finden wird, ist fraglich."

Auf Unternehmensebene galt eine Vielzahl an Unternehmensberichten als kursbewegend. Aktien des Personaldienstleisters Adecco rutschten nach Zahlenvorlagen um 13 Prozent ab. Das organische Wachstum war zwar besser als erwartet ausgefallen, die Aussichten in Sachen Profitabilität belasteten aber. Laut den Experten der UBS ist die sich weiter verbessernde Umsatzdynamik zwar positiv zu werten. Offensichtlich habe das Unternehmen aber Mühe, "diese in eine signifikante Gewinndynamik umzuwandeln".

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter profitiert und hebt ihren Gewinnausblick für das Gesamtjahr leicht an. Beim operativen Ergebnis (EBITDA AL) erwartet Telekom-Chef Tim Höttges nun auf Basis konstanter Wechselkurse einen Wert von rund 47,5 Milliarden Euro. Die Österreich-Tochter Magenta machte im ersten Quartal weniger Umsatz und Gewinn. Die Telekom-Papiere steigerten sich um 1,1 Prozent.

Bei den Aktien von Siemens hat sich eine positive Sichtweise der Quartalszahlen durchgesetzt und die Titel gewannen 2,1 Prozent. Alexander Hauenstein von der DZ Bank sprach von gemischten Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. So liege der Umsatz um zwei Prozent unter der Konsensschätzung. Der Auftragseingang auf Konzernebene habe dagegen die Markterwartung um acht Prozent überboten. Die bereinigten Margen zeigten ein "durchwachsenes" Bild.

Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE auch im ersten Quartal 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 923 Millionen Euro. Die Aktie bremste um 1,5 Prozent.

Bei Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd hinterlässt die Blockade der Straße von Hormuz deutliche Spuren in der Bilanz. Im ersten Quartal rutschte der Konzern beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in die roten Zahlen. In den Büchern standen minus 134 Mio. Euro nach plus 463 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Die Aktie reagierte dennoch mit plus 3,2 Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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