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An den Finanzmärkten richtet sich das Interesse nun auf die Gespräche zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Bei dem Treffen dürfte auch der Iran-Krieg eine Rolle spielen.
Der Euro-Stoxx-50 stieg am Mittag um 0,37 Prozent auf 5.833 Punkte. In Frankfurt verbesserte sich der DAX um 0,8 Prozent auf 24.139 Einheiten. Der britische FTSE 100 gewann 0,3 Prozent auf 10.297 Punkte.
Der starke Technologiesektor profitierte von den Gewinnen der ASML-Aktie. Goldman Sachs hatte das Kursziel auf 1.600 Euro angehoben. Die Aktien des Zulieferers der Chipindustrie spiegelten Wachstumstreiber wie KI-Nachfrage und China-Chancen immer noch nicht angemessen im Kurs, hieß es in der Analyse.
Versicherer stützten Gewinne der Aktien von Zurich, die um 3,3 Prozent anzogen. Der Versicherungskonzern hatte gute Wachstumszahlen vorgelegt, vor allem in der Schaden- und Unfallsparte. Am Markt sei nicht mit einem derart kräftigen Wachstum im Nichtlebengeschäft gerechnet worden, hieß es in einem Kommentar von Jefferies. Erfreulich sei das anhaltende Wachstum mit Vorsorgeprodukten, die höhere Margen versprächen.
Im ansonsten unspektakulären Bankensektor ragten ABN Amro mit sieben Prozent Aufschlag heraus. Analystin Anke Reingen von der kanadischen RBC verwies auf das starke Zahlenwerk der niederländischen Bank.
Gefragt waren auch Alstom. Nach den enttäuschenden vorläufigen Zahlen, die der Aktie im April einen Kurseinbruch beschert hatten, beruhigte der vollständige Quartalsbericht nun etwas. Analyst Akash Gupta von JPMorgan hob dabei die Aussagen des Bahnzulieferers zur Bilanz hervor.
Einen Kurseinbruch erlitt dagegen ein Schweizer Wert der zweiten Reihe. Adecco brachen um über zwölf Prozent ein und setzten damit ihre enttäuschende Entwicklung fort. Der Wert reagierte so auf die Zahlen zum ersten Quartal. Das organische Wachstum war besser als erwartet ausgefallen, die Aussichten hinsichtlich der Profitabilität belasteten aber. Laut den Experten der UBS ist die sich weiter verbessernde Umsatzdynamik zwar positiv zu werten. Offensichtlich habe das Unternehmen aber Mühe, "diese in eine signifikante Gewinndynamik umzuwandeln".
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON