Europas Leitbörsen eröffnen mit Abschlägen

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Kurse zeigen etwas abwärts
 © APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Montag im frühen Handel mehrheitlich mit Abschlägen gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 verlor am Vormittag 0,14 Prozent auf 5.940 Punkte. Für den DAX ging es 0,25 Prozent auf 24.839 Zähler hinunter. Der FTSE-100 war bei 10.143 Einheiten unbewegt. Der französische CAC 40 verlor hingegen 0,2 Prozent auf 8.130 Zähler. Mit 0,2 Prozent auf 18.186 Punkte war auch der Züricher SPI im Minus.

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Im Anlegerfokus am Montag stand der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der für eine Enttäuschung sorgte. Der Index verharrte im Jänner auf dem Vormonatswert von 87,6 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nach zwei Rückgängen in Folge mit einem Anstieg auf 88,2 Zähler gerechnet. Die Firmen blickten etwas weniger skeptisch auf ihre Lage als zuletzt, bewerteten ihre Aussichten aber etwas ungünstiger. "Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", erklärt Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Ansonsten steht die Woche im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank und SAP präsentieren die ersten beiden DAX-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft, Tesla und Apple erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.

Die jüngste Erholung zeige, dass die meisten Anleger an die langfristige Tragfähigkeit des beim Weltwirtschaftsforum in Davos besiegelten Grönland-Deals glauben, kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Für Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades ist dagegen weiterhin eine gewisse Skepsis spürbar: "Der Grönland-Thriller ist zwar entschärft, aber noch lange nicht ausgestanden."

In den Fokus gerückt ist der französische Lebensmittelkonzern Danone, der einzelne Chargen einer Babynahrung zurückrufen musste. Danone büßten daraufhin 5,0 Prozent ein. Im Windschatten von Danone verloren Nestle 2,7 Prozent und Reckitt Benckiser 4,2 Prozent ein.

Einen Abschlag von 0,5 Prozent verbucht der Airliner Ryanair, nachdem die Deutsche Bank Research die Einstufung nach Zahlen zum dritten Geschäftsquartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 33 Euro belassen hat. Die Airline mache solide Fortschritte, konstatierte Jaime Rowbotham am Montag. Der Gewinnausblick für 2025/26 erscheine konservativ. Der Aktienkurs im Jahr 2025 sei jedoch bereits stark gestiegen.

Für den französischen Flugzeugkonzern Airbus gab es ebenfalls einen Dämpfer. Mit minus 1,6 Prozent fand er sich am Ende des DAX. Als Stimmungsdämpfer sahen Börsianer einen internen Brief des Managements an die Mitarbeiter, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Demnach sei der Jahresauftakt geprägt von einer beispiellosen Anzahl von Krisen und beunruhigenden geopolitischen Entwicklungen.

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