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Der Euro-Stoxx-50 schloss mit minus 0,56 Prozent auf 5.716,61 Punkten. In Frankfurt ermäßigte sich der DAX in einem ähnlichen Ausmaß um 0,60 Prozent bei 23.447,29 Zählern. Außerhalb der Eurozone gab der FTSE-100 0,43 Prozent auf 10.261,15 Einheiten ab.
Zuletzt stand der Ölpreis für Nordsee-Öl der Sorte Brent wieder knapp über der 100-Dollar-Marke. Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Der Iran drohte vor dem Wochenende mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Region.
Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten, die Ölpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die Straße von Hormuz den März hindurch eingeschränkt blieben. Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Jänner indessen unerwartet und deutlich geschrumpft.
Eine Branchenbetrachtung in Europa zeigte Technologiewerte stabil. Hier zogen die Aktien von BE Semiconductor mit einem Kurssprung um fast neun Prozent die Aufmerksamkeit auf sich. Der Halbleiterausrüster hatte laut der Nachrichtenagentur Reuters Übernahmeinteresse geweckt. Prosus-Aktie kletterten unter den Spitzenwerten des Euro-Stoxx-50 um 2,6 Prozent hoch.
Stahlwerte zeigten sich hingegen erneut stark unter Verkaufsdruck. ArcelorMittal schwächten sich um 4,3 Prozent ab. Schwach präsentierten sich auch die Aktien von Autobauern. Volkswagen verloren 3,1 Prozent und Stellantis bremsten gar um 4,4 Prozent. Luxuswerte wurden ebenfalls klar gemieden. LVMH ermäßigten sich um 4,3 Prozent. Kering gaben 2,8 Prozent nach.
Die Aktien von Lebensmittelhersteller standen in der Gunst der Anleger hingegen weit oben. Danone und Heineken gewannen jeweils mehr als zwei Prozent.
Zalando knüpften mit einem Kurssprung um fast sieben Prozent an ihre Vortagsrally an, nachdem sie vom Analysehaus Bernstein auf "Market-Perform" hochgestuft wurden. Das Chartbild bei dem Online-Händler hellt sich damit weiter auf.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND