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Für die A-Aktien von Alphabet ging es um fünf Prozent hoch. Der Google-Mutterkonzern wuchs zu Jahresbeginn dank des anhaltenden KI-Booms und hoher Werbeeinnahmen deutlich stärker als erwartet.
Der Onlinehandels- und Tech-Riese Amazon verzeichnete dank KI ein überraschend starkes Wachstum seiner Cloud-Sparte AWS. Trotzdem gaben die Titel um knapp ein Prozent nach. Die Titel des Chipherstellers Qualcomm erhöhten sich dank guter Geschäfte mit Rechenzentren um 5,6 Prozent.
Dagegen mussten die Anleger von Meta einen Kursrutsch von fast zehn Prozent verkraften. Der Facebook-Konzern schraubt nach nur drei Monaten die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal hoch, was am Markt nicht gut ankam. Die Investitionsplanung und der nur erwartungsgemäße Ausblick auf das laufende Quartal hätten die zum Jahresauftakt positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Hintergrund gedrängt, kommentierte UBS-Analyst Stephen Ju.
Für die Anteile von Microsoft ging es trotz eines weiter kräftigen Wachstums um 3,2 Prozent nach unten. Goldman-Expertin Gabriela Borges sprach in ihrem Resümee des Quartalsberichts von "einigen Meilensteinen gegen den Bear Case", also Argumenten gegen ein Negativszenario. Der erste große Schritt aus der seit einigen Quartalen währenden unterdurchschnittlichen Kursentwicklung sei gemacht.
Auch außerhalb der Technologiebranche sorgte die Berichtssaison für Licht und Schatten. Der Pharmakonzern Merck & Co steigerte dank neuer Medikamente den Quartalsumsatz und übertraf die Erwartungen. Er hob zudem die Untergrenze seiner Umsatzprognose für das laufende Jahr an. Die Titel sanken dennoch um 0,5 Prozent. Bei Konkurrent Eli Lilly sorgten ein besser als erwarteter Jahresauftakt und der angehobene Umsatzausblick für einen Kursanstieg um über 6 Prozent.
Der Baumaschinenhersteller Caterpillar übertraf dank einer hohen Nachfrage durch die steigende Energienachfrage von Rechenzentren die Gewinnerwartungen, was die Titel um über acht Prozent steigen ließ.
Dagegen ging es für Ford-Aktien um 4 Prozent bergab. Der Autobauer konnte weder mit einem überraschend hohen Quartalsgewinn noch mit frühen Gesprächen mit der US-Regierung über Militäraufträge punkten.