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Am Freitag dürfte viel daran liegen, was die am Nachmittag anstehenden Inflationszahlen aus den USA mit sich bringen. Diese sind von besonderer Bedeutung für den Spielraum der Notenbank Fed, um die Zinsen weiter zu senken. Infolge unterschiedlicher Wirtschaftsdaten hatten schwankende Zinssenkungserwartungen zuletzt zur Unruhe an den Börsen beigetragen. Laut der Helaba war die Inflation zuletzt zu hoch, doch mit den Jännerzahlen zeichne sich eine Entspannung ab.
Zuletzt hatten einmal mehr die Sorgen vor einer Disruption durch KI auf einige Branchen durchgegriffen. Zum Wochenausklang tendierten viele europäische Techwerte aber erholt.
In Paris sackten L'Oreal um 5,4 Prozent ab. Der Kosmetikkonzern ist im vierten Quartal moderater als erwartet gewachsen. Die Analysten von Barclays führten die Enttäuschung auf die Geschäftsentwicklung in der Region nördliches Asien zurück. Auch das Luxussegment habe geschwächelt. Dagegen habe sich das US-Geschäft exzellent entwickelt.
Die Experten von Bernstein verwiesen auf das leicht enttäuschende Wachstum des französischen Konzerns im vierten Quartal. Im Vergleich zu anderen Konsumgüterherstellern habe sich L'Oreal aber recht gut geschlagen.
Safran verteuerten sich dagegen um 7,7 Prozent. Der französische Triebwerkhersteller verspricht sich vom Rüstungsboom und der anziehenden Nachfrage von Flugzeugbauern deutliche Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Goldman-Analyst Sam Burgess hob am Freitag nach den Zahlen des Rüstungskonzerns den freien Finanzmittelfluss positiv hervor - sowohl für 2025 als auch den starken Ausblick auf 2026.