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Der Euro-Stoxx-50 gewann in der ersten Handelsstunde 0,95 Prozent auf 5.906 Punkte. Damit baute der Eurozonen-Leitindex sein Rekordhoch vom Freitag weiter aus. Auch in Frankfurt stieg der DAX auf ein neues Allzeithoch und notierte zuletzt 1,02 Prozent höher auf 24.791 Zählern. Der FTSE-100 verfestigte sich in London um 0,19 Prozent auf 9.970 Einheiten.
Die US-Attacke auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela sorgte erst einmal nicht für größere Verunsicherung. "Es ist erwähnenswert, dass geopolitische Schocks historisch gesehen in der Regel keine besonders nachhaltigen Auswirkungen haben", schrieben die Marktstrategen der Deutschen Bank mit Blick auf die globalen Märkte. Für diese sei relevanter, wie sich makroökonomische Variablen infolge der Veränderungen entwickeln.
Angesichts der erhöhten geopolitischen Unsicherheit und ausbleibenden Fortschritten in den Ukraine-Verhandlungen waren jedoch am Berichtstag Rüstungswerte stark nachgefragt. Aktien von Rheinmetall, BAE Systems und Leonardo erholten sich mit Zuwächsen zwischen fünf und sieben Prozent vom schwächeren Vorquartal.
Ansonsten dürfte der Fokus am Markt eher auf den Hoffnungen auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Regierung liegen. Europaweit gefragt waren Industriewerte sowie Aktien aus den Bereichen Bau und Infrastruktur.
Schwächer tendierten hingegen Werte aus defensiveren Sektoren wie Telekom-, Gesundheits- und Basiskonsumgüteraktien. Schwächster Sektor waren die Versicherungswerte.