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Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird auf eine Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormuz hat das US-Militär als Vergeltung Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. US-Präsident Donald Trump forderte den Iran nach den Schlägen auf iranische Ziele erneut unter Drohungen auf, "schnell" eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber weiter. Die Ölpreise zogen wieder an.
"Noch brennt die Lunte am geopolitischen Pulverfass", schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG und weiter: "Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, könnten sich die Anleger sehr schnell ernüchtert zeigen und den Börsen den Rücken zuwenden."
Vor dem Wochenende dürfte am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Aufmerksamkeit sorgen. Er gibt Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft und ist wichtig für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank. Angesichts der zuletzt wieder steigenden Inflation sollten Anleger auf das Lohnwachstum achten, schrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
Klare Verluste verbuchten die Reisewerte. Neben den negativen Impulsen aus dem Nahen Osten belastete auch, dass IAG wegen steigender Kerosinkosten den Gewinnausblick kappte. Die Titel der British-Airways-Mutter büßten drei Prozent ein.
Unter den Technologiewerten zogen dagegen Amadeus um 5,6 Prozent an. Der ebenfalls für die Tourismusbranche tätige Softwareentwickler hatte mit seinen Zahlen die Erwartungen übertroffen.