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An den Märkten hat sich die Nervosität der vergangenen Handelstage weiter gelegt. Für Beruhigung sorgte am Mittwoch die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte.
Massiv unter Druck kamen nach Vorlage von Zahlen die Aktien des Pharmariesen Novo Nordisk und brachen um über 16 Prozent ein. Starke Konkurrenz für seinen Gewichtssenker Wegovy und das Diabetes-Mittel Ozempic bringt den Konzern weiter in Bedrängnis. Die Dänen gehen für 2026 von weniger Umsatz aus - das wäre der erste Rückgang seit fast einem Jahrzehnt.
Zudem wird das US-Geschäft durch die Einigung des Konzerns mit der Trump-Administration getroffen, die Preise für seine Medikamente zu senken. Konzernchef Mike Doustdar sprach am Mittwoch in einer Telefonkonferenz von einem "nie dagewesenen Preisdruck". Bei Investoren kam der Ausblick schlecht an. Der Kurseinbruch der Novo-Nordisk-Aktie brockte dem dänischen OMX-Index ein Minus von 7,7 Prozent ein.
Schwach zeigten sich auch die Titel der Banco Santander und lagen mit einem Minus von 3,5 Prozent ganz unten im Euro-Stoxx-50. Gut gesucht waren am Vormittag einige Chemie- und Automobilwerte.
Impulse für die Börsen könnten die am Vormittag anstehenden Inflationsdaten für die Eurozone liefern. Die Analysten der Helaba erwarten von den Zahlen aber keine größeren Überraschungen. "Eine Veränderung der Perspektive eines zunächst unveränderten Zinsniveaus wird es kaum geben", so die Experten.
Am Nachmittag stehen in den USA der ISM-Stimmungsindikator für den US-Dienstleistungssektor und die ADP-Arbeitsmarktdaten an. Von den ADP-Zahlen erhoffen Börsianer Hinweise auf den kommenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Mit Spannung erwartet werden dann die Quartalszahlen des Google-Mutterkonzerns Alphabet nach US-Börsenschluss.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND