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Europas Börsen uneinheitlich, DAX erstmals über 25.000

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Deutscher Leitindex gewinnt 0,45 Prozent auf 25.004 Einheiten
 © APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON
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Die europäischen Leitbörsen haben sich am Mittwoch im Frühhandel ohne klare Richtung präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 gab 0,20 Prozent auf 5.920 Punkte nach. In Frankfurt konnte der DAX erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 25.000 Punkten klettern und gewann zuletzt 0,45 Prozent auf 25.004 Einheiten. Der Londoner FTSE-100 gab 0,47 Prozent auf 10.075 Punkte ab.

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Wegen der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der deutschen Bundesregierung ist die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr ein zentraler Kurstreiber in Frankfurt. Auch die Saisonalität spricht für den DAX, denn der Jänner zählt für gewöhnlich zu den stärkeren Börsenmonaten.

Eine europäische Branchenbetrachtung präsentierte Konsumgüterhersteller, Öl- und Medienwerte als schwächste Sektoren. In der Gunst der Anleger standen Rohstofftitel und Aktien aus der Baubranche. Die Papiere des weltgrößten Stahl- und Bergbauunternehmens, ArcelorMittal, zogen mehr als drei Prozent hoch. Unter den Baukonzernen gewannen Hochtief 3,1 Prozent.

Die Titel des Luxusgüterherstellers Kering büßten vier Prozent ein. Im Ölbereich ermäßigten sich Repsol und TotalEnergies jeweils mehr als 2,2 Prozent. Hier könnten die erneut schwachen Rohölnotierungen belastet wirken. Experten begründeten den Rückgang mit der Erwartung eines möglicherweise bald steigenden Angebots aus dem ölreichen südamerikanischen Land Venezuela.

Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit Nvidia im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) hat die Siemens-Aktien auf ein Rekordhoch getrieben. Bis zu 2,50 Prozent höher wurden die Titel gehandelt und mit bis zu 253,80 Euro erstmals in ihrer Geschichte über der 253-Euro-Marke. Laut einem Händler erinnern die Aussagen die Anleger daran, dass Siemens mitunter als bedeutendes deutsches Unternehmen mit KI-Fantasie übersehen wird.

GSK sanken um ein Prozent auf 1.880,50 Pence. Die britische Investmentbank Barclays hat den Pharmakonzern von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft, das Kursziel aber von 1.450 auf 1.780 Pence angehoben. Die Aktie der Briten dürfte 2026 unterdurchschnittlich abschneiden, da mit nur begrenzten Ergebnissen aus der Wirkstoffentwicklung zu rechnen sei, schrieb der zuständige Analyst James Gordon in einer Studie.

Bayer gewannen 1,4 Prozent. Der Agrar- und Pharmakonzern hat die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer, BioNTech und Moderna wegen des Vorwurfs der Verletzung von Patenten bei ihren mRNA-Vakzinen verklagt.

Lufthansa reagierten mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent auf eine "Overweight"-Einstufung für die Aktie der AUA-Muttergesellschaft durch Morgan Stanley.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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