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US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Zudem legten die Ölpreise nach dem Vortageseinbruch wegen einer möglichen Öffnung der Straße von Hormuz nun wieder zu.
Der Euro-Stoxx-50 sank bis kurz nach zehn Uhr um 0,90 Prozent auf 5.860 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte um fünf Prozent hochgesprungen war und damit den höchsten Tagesgewinn seit Anfang März 2022 verbucht hatte. In Frankfurt ermäßigte sich der DAX nun um 1,14 Prozent auf 23.808 Einheiten. Der FTSE-100 büßte in London vergleichsweise magere 0,25 Prozent auf 10.582 Punkte ein.
Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations-und Konjunktursorgen am Markt, und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war tags zuvor mit fast 90 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Inzwischen kostet Brent-Öl wieder gut 98 Dollar. "Es zeichnet sich dadurch keine Entlastung für die energieabhängige Industrie und den europäischen Verbraucher ab", formulierte ein Experte.
Eine Branchenbetrachtung in Europa zeigte den Sektor für Luxusgüter als schwächsten Bereich. Christian Dior verbilligten sich um 3,5 Prozent und LVMH ermäßigten sich um 3,3 Prozent.
Klar gemieden wurden zudem Technologie- und Automobilwerte, sowie Aktien aus dem Bereich Reise und Unterhaltung. SAP-Titel gaben unter den Techwerten 3,5 Prozent ab. Mercedes und Volkswagen bremsten jeweils um mehr als zwei Prozent. TUI sanken um 2,5 Prozent.
Die Papiere der AUA-Mutter Lufthansa büßten vier Prozent an Höhe ein. Die Flugbegleiter der Lufthansa sind für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte. "Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München", hieß es.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON