Europas Börsen starten mit Verlusten

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Erhoffte Erholung nach Verlängerung des Iran-Ultimatums blieb aus
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
©AFP, DANIEL ROLAND, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 fiel bis gegen 10.15 Uhr um 1,0 Prozent auf 5.511,75 Punkte. Der deutsche DAX verlor 1,3 Prozent auf 22.316,52 Zähler. Der britische FTSE ermäßigte sich um 0,46 Prozent auf 9 925,90 Punkte.

von

Aus dem wegen des verlängerten Ultimatums der USA für den Iran zunächst freundlich erwarteten Handelsstart wurde nichts. Gradmesser für die Stimmung am Markt bleibt der Ölpreis. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent - mit derzeit rund 109 US-Dollar immer noch deutlich über der Marke von 100 Dollar.

Der Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Es fühle sich eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Die Weigerung des Ölpreises, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiere nach wie vor die "Eskalationsgefahr hinter den Schlagzeilen".

Unter den Einzelwerten legten Aktien von Pernod Ricard am Vormittag 2,6 Prozent zu. Der Spirituosenkonzern steht eigenen Angaben zufolge in Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Jack Daniel's-Produzenten Brown-Forman. Ein Zusammenschluss mit Brown-Forman würde die zweite Position der Franzosen unter den globalen Spirituosenherstellern untermauern, schrieb der Goldman Sachs-Analyst Olivier Nicolai.

In Frankfurt büßten die Aktien von CTS Eventim nach Meldung von Zahlen 15,5 Prozent ein und waren damit das Schlusslicht im MDax. Der Ticketvermarkter und Veranstalter hatte am Vorabend ein starkes Geschäftsjahr 2025 gemeldet und damit die Schätzungen von Analysten übertroffen. Doch das Unternehmen will die Dividende kürzen und außerdem enttäuschte der Ausblick. Am Markt werden nun sinkende Analystenschätzungen für das bereinigte operative Ergebnis in diesem Jahr erwartet.

Jungheinrich gaben an vorletzter Stelle im MDax um 4,0 Prozent nach. Der Gabelstapler-Hersteller steigerte 2025 trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds den Auftragseingang und Umsatz, verdiente operativ aber wegen Sondereffekten deutlich weniger. Für das laufende Jahr zeigte sich das Management zuversichtlich.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!