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Der Euro-Stoxx-50 schloss auf einem neuen Rekordschlussstand von 5.923,69 Einheiten, was einem Tagesplus von 1,25 Prozent entsprach. Der DAX stellte ebenfalls eine neue Bestmarke auf und ging mit plus 1,34 Prozent bei 24.868,69 Zählern aus dem Handel. Für den FTSE-100 ging es indes um 0,54 Prozent auf 10.004,57 Punkte hinauf. Er schloss somit erstmals in seiner Geschichte bei über 10.000 Einheiten.
Starke Zuwächse verbuchten bei Branchenbetrachtung die Anteilsscheine von Technologiewerten. So reagierten die Aktien von ASML mit einem Rekordhoch und einem Kursaufschlag von 6,8 Prozent auf eine Hochstufung durch Bernstein Research. Das US-Analysehaus hatte die Anteilsscheine von "Market-Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 800 auf 1.300 Euro angehoben. Die Papiere des Anlagenbauers für die Chipindustrie seien für 2026 sein Favorit in der europäischen Halbleiter-Branche, schrieb Analyst David Dai. ASML profitiere vom Superzyklus bei DRAM-Speicherchips.
Auch Rüstungswerte waren europaweit gefragt. So kletterten in London BAE Systems um 5,5 Prozent hinauf. In Frankfurt sprangen Rheinmetall um über neun Prozent nach oben. Leonardo gewannen in Mailand 6,3 Prozent.
Rückversicherer gaben indes nach. Analysten verwiesen auf einen zunehmenden Preisdruck bei der im Jänner anstehenden Vertragserneuerungsrunde. Dies berge zusätzliche Risiken für die Schätzungen der entsprechenden Branchenunternehmen, warnte Barclays-Analyst Ivan Bokhmat. Die Aktien von Swiss Re waren mit einem Kursrückgang von zwei Prozent einer der schwächsten Werte im SMI-Index. Munich Re verloren in Deutschland knapp vier Prozent.
Die Papiere von Airbus stiegen nach einem Bericht über das Erreichen des Auslieferungsziels für 2025 um 2,1 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf Insider berichtete, übergab der Flugzeugbauer im vergangenen Jahr 793 Maschinen an Kunden und damit etwas mehr als zuletzt geplant. Vorstandschef Guillaume Faury hatte Anfang Dezember wegen Mängeln an Rumpfteilen das Ziel von 820 auf 790 Maschinen gekappt.