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Europas Börsen schließen am Mittwoch ohne klare Richtung

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Euro-Stoxx-50 und FTSE-100 tiefer, DAX klettert über 25.000 Punkte
 © APA/APA/AFP/ERIC PIERMONT
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Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwoch ohne klare Richtung geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 gab 0,14 Prozent auf 5.923,57 Punkte ab, nachdem er am Vortag ein neues Rekordhoch markiert hatte. Der Londoner FTSE-100 verlor 0,74 Prozent auf 10.048,21 Punkte.

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In Frankfurt konnte der DAX erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 25.000 Punkten klettern und schloss letzten Endes mit plus 0,92 Prozent bei 25.122,26 Einheiten. Wegen der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der deutschen Bundesregierung ist die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr ein zentraler Kurstreiber in Frankfurt. Auch die Saisonalität spricht für den DAX, denn der Jänner zählt für gewöhnlich zu den stärkeren Börsenmonaten.

Im Blickfeld standen auf fundamentaler Ebene publizierte Preisdaten aus dem Euroraum. Die Inflation in der Eurozone ist Ende 2025 wie erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im November bei 2,1 Prozent gelegen war.

Auch in den USA wurden Daten veröffentlicht. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist Ende des vergangenen Jahres gestiegen. Darüber hinaus sanken im Oktober die Auftragseingänge in der Industrie stärker als erwartet. Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor fielen für Dezember indes positiv aus.

Schwach waren am Berichtstag Ölwerte. Die Aktien von Eni büßten im Euro-Stoxx-50 4,7 Prozent ein. Die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten wirkte nach. Zwar verfügt das südamerikanische Land über die größten Ölreserven der Welt, die Öllieferungen aus Venezuela tragen aber weniger als ein Prozent zur Versorgung des globalen Ölmarkts bei. US-Präsident Donald Trump hat nun jedoch mögliche Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht gestellt, die den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur Venezuelas unterstützen. Dadurch verstärkten sich Erwartungen an ein Überangebot.

"Die Botschaft am globalen Ölmarkt ist unmissverständlich: Die US-Einmischung in Venezuela droht das ohnehin übervolle globale Ölangebot weiter anschwellen zu lassen - exakt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage ohnehin schwächelt", merkte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank dazu an. Dadurch könnten die Ölpreise weiter unter Druck kommen.

Gegen die Verluste des ebenfalls schwächelnden Rohstoffsektors stemmten sich die Stahlwerte. ArcelorMittal gewannen 4,5 Prozent. Die Analysten der US-Bank Morgan Stanley hatten sich positiv geäußert und das Papier auf "Overweight" hochgestuft. Der Aktienkurs erreichte den höchsten Stand seit 14 Jahren.

Thyssenkrupp stärkten sich um 6,8 Prozent. Anleger setzen weiterhin auf eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft. Ein Pressebericht zu Details des möglichen Verkaufs der Stahlsparte an den indischen Jindal-Konzern gab zudem Auftrieb.

Zu den Favoriten gehörten auch die zinssensiblen Immobilienaktien. "Venezolanisches Öl könnte ein Katalysator für neue Zinsspekulationen werden, wenn es dazu beiträgt, die Benzinpreise in den USA zu drücken", so Analyst Stanzl. "Gleichzeitig könnte ein neuer Chef der US-Notenbank fallende Inflationsraten als Rechtfertigung nutzen, den geldpolitischen Kurs zügiger zu lockern." Dies öffne Spekulationen auf aggressivere Zinssenkungen Tür und Tor.

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