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Am Vorabend war den US-Börsen nach dem europäischen Handelsende der Schwung ausgegangen, der den DAX im Nachmittagshandel noch mitgetragen hatte. In Asien konzentrierten sich Kursgewinne vor allem auf den Handel in Tokio, der noch vom Sondereffekt des Wahlsiegs der Liberaldemokraten geprägt war. Der rekordhohe Nikkei-225 hilft Europas Börsen daher am Dienstag nicht weiter.
Heute könnten neue Impulse von den Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen kommen. Der Arbeitskostenindex des vierten Quartals wird dagegen wohl kaum für Markteinfluss sorgen, meinen die Experten der Helaba.
Bezüglich Unternehmen fiel das deutsche Softwarehaus TeamViewer auf, das wegen negativer Wechselkurseffekte die bereits teilweise gesenkten Ziele für 2025 verfehlt. Teamviewer fielen in Frankfurt im frühen Handel in Richtung Rekordtief wegen eines vorsichtigen Ausblicks auf das neue Jahr. Zuletzt standen die Titel des Wartungssoftware-Spezialisten mit 5,3 Prozent im Minus.
Die Titel von TUI standen zuletzt mit einem Hoch seit 2023 besser da, was nun aber Gewinnmitnahmen zur Folge hatte. Der operative Gewinn des Reisekonzerns konnte zwar im ersten Geschäftsquartal gesteigert werden, der Umsatz aber nicht. Auch die Aussagen zur aktuellen Buchungsentwicklung für die wichtige Sommersaison seien mau, hieß es von Händlerseite. Das bedeutete heute für TUI ein Minus von 4,6 Prozent.
Ansonsten rückten unternehmensseitig einmal mehr Analystenkommentare in den Mittelpunkt. Gestrichene Kaufempfehlungen gab es von der UBS für die beiden United-Internet-Töchter 1&1 und Ionos, deren Papiere mit Rückschlägen von 4,7 respektive 8,8 Prozent auch die Titel des Mutterkonzerns belasteten.
In London gab es für den Ölkonzern BP satte Abstriche von 4,8 Prozent. Grund könnte sei, dass das Unternehmen seine Kostensparmaßnahmen verschärft und vorerst keine weiteren Aktien zurückkauft . Bis Ende 2027 will der Konzern die Kosten um 5,5 bis 6,5 Milliarden Dollar senken. Das sind 1,5 Milliarden Dollar mehr als zuletzt angestrebt. Der bereinigte Nettogewinn betrug im vierten Quartal 1,54 Milliarden Dollar (rund 1,3 Mrd. Euro). Damit traf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.
Ein frisches "Buy" von Jefferies kam außerdem bei den Aktionären des Halbleiterausrüsters Aixtron sehr gut an. Die Papiere des Chipausrüsters seien ein bisher unterschätzter KI-Wert, denen eine Beschleunigung bevorstehe, lautete das Argument des Experten Om Bakhda. Aixtron bauten daraufhin 9,1 Prozent auf.