Europas Börsen leichter im Frühhandel, Euro-Stoxx-50 -0,4 %

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Flut an präsentierten Quartalsberichten
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Die europäischen Leitbörsen haben sich am Mittwoch im Frühhandel nach einer Flut publizierter Unternehmenszahlen und vor wichtigen Quartalsbilanzen aus den USA sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed leichter präsentiert. Gebremst wird die Kauflaune der Anleger weiterhin von den anhaltend hohen Ölpreisen angesichts der stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 sank um 0,40 Prozent auf 5.813 Punkte. Der DAX gab 0,15 Prozent auf 23.981 Zähler ab. In London fiel der FTSE-100 um 0,60 Prozent auf 10.271 Einheiten.

Auf beiden Seiten des Atlantiks nimmt zur Wochenmitte zudem die Berichtssaison der Unternehmen mächtig Fahrt auf. In den USA veröffentlichen am Abend nach Börsenschluss in New York mit Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der "Magnificent 7" ihre Quartalszahlen. In Deutschland standen allein von den DAX-Werten sechs Quartalsberichte auf der Agenda.

Aktien der UBS gewannen nach Quartalszahlen und der Ankündigung weiterer Aktienrückkäufe 3,6 Prozent. Die Schweizer Bank habe starke Ergebnisse vorgelegt, die von einer regen Kundenaktivität in verschiedenen Geschäftsbereichen profitiert habe, hieß es von der kanadischen RBC. Der etwas aktualisierte Zeitplan für Aktienrückkäufe deute außerdem darauf hin, dass die Rückkäufe höher ausfallen könnten als bisher erwartet. Bei JPMorgan war von "sehr starken" Resultaten die Rede.

Der Autobauer Mercedes-Benz hielt trotz der Schwäche in China den Gewinnrückgang im ersten Quartal überraschend gering. Der Umsatz fiel angesichts eines rückläufigen Absatzes um knapp 5 Prozent. Das Unternehmen bestätigte die Jahresziele. Händler lobten in ersten Reaktionen vor allem Gewinn und Cashflow im ersten Jahresviertel. Für die Aktien der Stuttgarter ging es um ein Prozent aufwärts.

Dagegen kamen die Zahlen der Deutschen Bank trotz eines Gewinnsprungs nicht gut an. Auf die Aktionäre entfielen im ersten Quartal unter dem Strich 1,9 Milliarden Euro und damit knapp acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als von Analysten erwartet. Die Papiere des Geldhauses fielen um 2,8 Prozent.

Der Sportartikelhersteller Adidas schnitt im ersten Quartal besser ab als erwartet und bestätigte seinen Jahresausblick. So stieg der Umsatz um gut 7 Prozent. Das Betriebsergebnis legte trotz Gegenwind durch Währungseffekte und Zöllen um 15,5 Prozent zu. Die Adidas-Titel reagierten mit einem Kursplus von sieben Prozent und waren damit klarer Spitzenreiter im DAX.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola ist etwas besser in das neue Jahr gestartet als erwartet. Der Umsatz ging im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zwar um 4,5 Prozent auf knapp 12,6 Milliarden Euro zurück. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg aber um 2,4 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von einem starken Stromnetzgeschäft. Iberdrola übertraf zwar die Erwartungen der Analysten leicht, die Aktie büßte im frühen Handel nach gutem Lauf aber dennoch rund eineinhalb Prozent ein.

Der britische Pharmakonzern GSK hat im ersten Quartal von einer starken Nachfrage nach Medikamenten gegen Krebs, HIV und Immunerkrankungen profitiert. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um zwei Prozent auf gut 7,6 Milliarden britische Pfund (8,8 Mrd Euro). Überraschend deutlich zulegen konnte dabei der wichtige Kassenschlager Shingrix, eine Impfung gegen Gürtelrose. Die GSK-Papiere fielen trotzdem um 2,4 Prozent.

Totalenergies hat im ersten Quartal dank der durch den Nahostkonflikt zuletzt kräftig gestiegenen Öl-und Gaspreise deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Deshalb wollen die Franzosen das Tempo ihrer Aktienrückkäufe wieder erhöhen und eine höhere Dividende für das erste Quartal ausschütten. Die Aktie reagierte mit plus 0,9 Prozent.

Der Pharmakonzern Astrazeneca hat zum Jahresauftakt dank einer starken Nachfrage nach Krebsmedikamenten die Gewinnerwartungen übertroffen. Die Aktie verbilligte sich dennoch um 0,9 Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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