Europas Börsen geben deutlich nach

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Hohe Ölpreise und Inflationsängste belasten weiter
 © AFP, XAVIER GALIANA, Apa
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Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag zu Mittag deutlich nachgegeben. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 fiel bis gegen 12.30 Uhr um 1,19 Prozent auf 5.499,42 Punkte. Der deutsche DAX verlor 1,32 Prozent auf 22.315,46 Zähler. Der britische FTSE hielt zuletzt mit einem Minus von 0,72 Prozent bei 9.900,72 Punkten.

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Aus dem wegen des verlängerten Ultimatums der USA für den Iran zunächst freundlich erwarteten Handelsstart wurde nichts. Gradmesser für die Stimmung am Markt bleibt der Ölpreis. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent - mit derzeit rund 109 US-Dollar immer noch deutlich über der Marke von 100 Dollar. Die hohen Ölpreise schüren auch weiter Ängste vor hoher Inflation und damit höheren Zinsen.

Der Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Es fühle sich eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Die Weigerung des Ölpreises, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiere nach wie vor die "Eskalationsgefahr hinter den Schlagzeilen".

Unter den Einzelwerten legten Aktien von Pernod Ricard zu Mittag 3,5 Prozent zu. Der Spirituosenkonzern steht eigenen Angaben zufolge in Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Jack Daniel's-Produzenten Brown-Forman. Ein Zusammenschluss mit Brown-Forman würde die zweite Position der Franzosen unter den globalen Spirituosenherstellern untermauern, schrieb der Goldman Sachs-Analyst Olivier Nicolai.

Aktien von AstraZeneca stiegen um 3,4 Prozent. Der Pharmakonzern hat einen wichtigen Teilerfolg bei den klinischen Tests seines neuen Lungenmittels Tozorakimab vermeldet.

In Frankfurt brachen die Aktien von CTS Eventim nach Meldung von Zahlen um knapp 20 ein und waren damit das Schlusslicht im MDax. Der Ticketvermarkter und Veranstalter hatte am Vorabend ein starkes Geschäftsjahr 2025 gemeldet und damit die Schätzungen von Analysten übertroffen. Doch das Unternehmen will die Dividende kürzen und außerdem enttäuschte der Ausblick. Am Markt werden nun sinkende Analystenschätzungen für das bereinigte operative Ergebnis in diesem Jahr erwartet.

Jungheinrich gaben trotz guter Zahlen um 6,0 Prozent nach. Der Gabelstapler-Hersteller steigerte 2025 trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds den Auftragseingang und Umsatz, verdiente operativ aber wegen Sondereffekten deutlich weniger. Für das laufende Jahr zeigte sich das Management zuversichtlich.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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