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Europas Börsen beenden ersten Handelstag des Jahres im Plus

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Die europäischen Börsen haben am Freitag den ersten Handelstag des Jahres mit Gewinnen beendet. Stark gesucht waren vor allem Technologiewerte. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,02 Prozent auf 5.850,38 Punkte. Der deutsche DAX befestigte sich leicht um 0,20 Prozent auf 24.539,34 Zähler. Der britische FTSE gewann 0,20 Prozent auf 9.951,14 Punkte.

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Der Jahresauftakt verlief weitgehend ruhig. Viele Anleger dürften am ersten Handelstag noch nicht aktiv gewesen sein. Unternehmensnachrichten gab es kaum und auch die veröffentlichten Konjunkturdaten wirkten sich nicht merklich aus. Laut dem von der Agentur S&P ermittelten Einkaufsmanagerindex hat sich die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone weiter verschlechtert. Der Index ist damit auf den tiefsten Stand seit neun Monaten gefallen, teilte S&P mit.

Gesucht waren am Freitag vor allem Tech-Aktien. Gute Vorgaben für Techwerte kamen aus Asien: Dort profitierten Baidu von einem geplanten Börsengang der Halbleitersparte und die Aktien von Samsung Electronics waren so teuer wie nie zuvor. In Europa legten ASML Holding, Hersteller von Hightech-Systemen für die Halbleiterindustrie, um 7,0 Prozent zu und waren damit die Tagesgewinner im Euro-Stoxx-50. Fest zeigten sich auch die Titel des Technologiekonzerns Safran mit Gewinnen von 3,3 Prozent.

Gesucht waren auch Aktien mit einem Bezug zur Luftfahrt- und Rüstungsbranche. Titel des Triebwerkherstellers MTU legten 4,5 Prozent zu. Im FTSE lagen die Aktien des Triebwerksbauers Rolls Royce mit einem Aufschlag von 3,0 Prozent ganz oben. Airbus-Aktien stiegen um 2,9 Prozent.

Unter den weiteren Tagesgewinnern in Frankfurt zählten die Titel des Stromkonzerns RWE mit einem Plus von 3,7 Prozent. Deutsche Stahlaktien wie Salzgitter und Thyssenkrupp waren auch zum Auftakt 2026 gefragt. Salzgitter schnellten als bester Wert im SDax um 11,5 Prozent hoch, Thyssenkrupp gewannen 4,8 Prozent. Beide Anteilscheine profitierten im vergangenen Jahr von der Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft sowie von Schutzmaßnahmen der EU-Kommission für Europas Stahlwirtschaft, die unter Billigimporten von staatlich subventioniertem China-Stahl leidet. Der Rüstungsboom sorgte zusätzlich für positive Impulse.

Bei Salzgitter kommt der starke Lauf der Aurubis-Aktien hinzu, Salzgitter hält an dem Kupferkonzern fast 30 Prozent. Die Hamburger Kupferhütte profitiert von der hohen Nachfrage nach dem Industriemetall, das für den Ausbau der Alternativen Energien, die Elektromobilität sowie die Künstliche Intelligenz (KI) unerlässlich ist. Die Papiere von Aurubis hatten ein Rekordhoch erreicht und gewannen letztlich 1,6 Prozent.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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