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Konzernchef Kajetan von Mentzingen sprach laut Mitteilung von einer hohen Nachfrage und bestätigte die Jahresziele. Der Umsatz stieg, wie bereits bekannt, zum Jahresstart um 40 Prozent auf 69 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um fast ein Drittel auf 12,4 Mio. Euro zu. Die entsprechende Marge verschlechterte sich allerdings von 19,4 Prozent im Vorjahresquartal auf nun 18,0 Prozent. Auch der freie Barmittelzufluss fiel schlechter aus als ein Jahr zuvor und rutschte ins Minus.
Im laufenden Jahr soll der Umsatz weiterhin 280 bis 320 Mio. Euro erreichen. 2025 betrugen die Erlöse rund 240 Mio. Euro. Die operative Marge (EBIT-Marge) erwartet Vincorion in einer Bandbreite von 18 bis 19 Prozent. "Nach unserem erfolgreichen Börsengang verfügen wir über die richtige Ausgangsposition, unsere profitable Wachstumsgeschichte nachhaltig fortzusetzen, und wir sind davon überzeugt, unsere Jahresprognose zu erfüllen", sagte Finanzchef Dieter Holst laut Mitteilung.
Vincorion war Ende März zu einem Ausgabepreis von 17 Euro je Aktie an die Börse gegangen. Die Firma gehörte bis 2022 zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik, dann übernahm der britische Investor Star Capital das Unternehmen. Für die Briten war das ein gutes Timing, da die Nachfrage nach Rüstungsgütern rasant anstieg. Mit dem Börsengang machten sie Kasse, blieben in der Folge aber Hauptaktionär.
Nach den am Ende April veröffentlichten Eckdaten hatte der Vincorion-Kurs kräftig angezogen. Am Donnerstag erreichte er im Handelsverlauf mit 23,78 Euro den bisher höchsten Stand. Danach setzten Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs wieder auf 22 Euro drückten. Damit wird das Unternehmen an der Börse mit 1,1 Mrd. Euro bewertet.
Vincorion stellt als Rüstungszulieferer Mechatronik, Generatoren und andere Energielösungen her. Seine Produkte sind etwa in Panzern und Flugabwehr-System verbaut. Unter anderem kommen die Teile im Kampfpanzer Leopard 2, im Schützenpanzer Puma und in den Patriot-Raketensystemen zum Einsatz. Der Firmenname Vincorion ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus dem lateinischen vincere (siegen) und dem Sternbild Orion. Für das Unternehmen arbeiten rund 900 Vollzeitbeschäftigte.