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Der deutsche Immobilienkonzern LEG trennt sich von weiteren Wohnungen, um seine Schuldenquote (LTV) zu drücken. Der Düsseldorfer Konzern hat im vierten Quartal 2025 insgesamt rund 900 Wohnungen für 63 Mio. Euro verkauft, teilte die LEG am Mittwoch mit. Seit Jahresbeginn 2025 hat das Unternehmen damit insgesamt den Verkauf von 3.100 Wohnungen für rund 250 Mio. Euro in trockene Tücher gebracht. Zu Jahresanfang 2026 sollen weitere Veräußerungen folgen.
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Die Transaktionen stellten "einen bedeutenden Fortschritt in Richtung unseres LTV-Ziels von 45 Prozent dar", sagte LEG-Chef Lars von Lackum. Die LEG habe die Wohnungen nicht unter Buchwert verkauft, betonte er.
Große Konzerne der Branche wie die LEG oder der Branchenprimus Vonovia litten in den vergangenen Jahren unter dem Verfall der Immobilienpreise in Deutschland. Damit war in ihren Bilanzen die auch für ihre Refinanzierung wichtige Verschuldungsquote (LTV) gestiegen. Doch der Wind hat sich gedreht, die Preise bei Wohnimmobilien ziehen wieder an. Bei der LEG lag der LTV per Ende September bei 48,3 Prozent. Im Jahr 2026 soll die Kennzahl bei rund 45 Prozent liegen.