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Damit sei "fast wieder das Reallohnniveau des Jahres 2019" erreicht worden - dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie. 2022 hatte es wegen der hohen Inflation infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einen Einbruch von 4,1 Prozent gegeben.
Während die Löhne im vergangenen Jahr nominal um rund 4,2 Prozent zulegten, zogen die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,2 Prozent an. Daraus ergibt sich das Reallohnplus. "Die gute Lohnentwicklung 2025 und auch 2024 ist sehr erfreulich", sagte Ökonom Malte Lübker vom gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. "Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir davor einen beispiellosen Einbruch bei den Reallöhnen erlebt haben." Die Verluste durch die zwischenzeitlich hohe Inflation seien noch nicht vollständig ausgeglichen.
Nach Branchen betrachtet stiegen die Nominallöhne im vergangenen Jahr am stärksten bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern (+5,7 Prozent), freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+5,3 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (+5,0 Prozent). In den Bereichen Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (+2,8 Prozent), Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+3,3 Prozent) und verarbeitendes Gewerbe (+3,3 Prozent) fiel das Wachstum vergleichsweise gering aus.
"Insbesondere Geringverdienende verzeichneten 2025 - wie bereits 2023 und 2024 – erneut ein starkes Nominallohnwachstum", so die Statistiker. Das Fünftel mit den geringsten Verdiensten kam auf ein durchschnittliches Nominallohnwachstum von 6,0 Prozent. Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten fiel das Plus mit 3,7 Prozent unterdurchschnittlich aus.