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"Der deutsche Außenhandel stabilisiert sich, aber von einer Trendwende sind wir noch weit entfernt", sagte BGA-Präsident Dirk Jandura in Berlin. Die Stimmung unter den Außenhändlern hat sich merklich aufgehellt. Der entsprechende Klimaindikator stieg von 73 auf 87,3 Punkte, ergab eine Unternehmensumfrage.
"Das ist ein positives Signal, aber kein Grund zur Entwarnung", sagte Jandura. "Gerade die Rückgänge unserer Exporte in die USA und nach China zeigen, wie volatil die Lage bleibt." 57 Prozent der befragten Unternehmen nennen Handelskonflikte, Zölle und Sanktionen als Risiko, 50 Prozent geopolitische Konflikte und Unsicherheiten. 53 Prozent beklagen die Kostenbelastung am Standort Deutschland.
Im ersten Halbjahr wurden Waren im Wert von rund 818 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert - ein Plus von 3,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum, getragen vor allem von der höheren Nachfrage aus Europa. Die Importe stiegen sogar um 4,7 Prozent auf rund 712 Milliarden Euro. "Ein Teil dieses Anstiegs ist allerdings auf höhere Preise zurückzuführen", sagte Jandura. Preisbereinigt falle die Entwicklung entsprechend schwächer aus.
Der BGA hält ein neues Verhältnis zu China für notwendig. Im ersten Halbjahr brachen die Exporte in die Volksrepublik um 13,5 Prozent ein, während die Importe um 8,8 Prozent stiegen. "Mehr als die Hälfte unserer befragten Unternehmen ist direkt oder indirekt stark oder sehr stark von China abhängig", sagte Jandura.
Die Antwort darauf dürfe nicht Abkopplung heißen. "Wir brauchen alternative Beschaffungsmärkte und neue Absatzmärkte - und gleichzeitig einen besseren Zugang europäischer Unternehmen zum chinesischen Markt", sagte Jandura. "De-Risking darf nicht Decoupling bedeuten und strategische Unabhängigkeit nicht Autarkie." Europa wolle China nicht daran hindern, wettbewerbsfähig zu sein oder zu exportieren. Aber ein Wirtschaftsmodell, das strukturelle Überkapazitäten dauerhaft über ausländische Märkte abbaue, führe zwangsläufig zu politischen Gegenreaktionen.