Deutsche Bank steigert Q1-Nachsteuergewinn auf 2,2 Mrd. Euro

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Erträge wuchsen um zwei Prozent auf 8,7 Milliarden Euro
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Die Deutsche Bank hat ihren Quartalsgewinn trotz globaler Krisen wie dem Iran-Krieg auf einen Rekordwert gesteigert. Das Nachsteuerergebnis kletterte um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie Deutschlands größtes Geldinstitut am Mittwoch mitteilte. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn stieg auf 1,9 Mrd. Euro nach 1,8 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Analysten hatten eine Stagnation bei 1,8 Mrd. Euro erwartet.

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Für Vorstandschef Christian Sewing war es der höchste Quartalsgewinn seit seinem Amtsantritt vor acht Jahren. "Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, weil das geopolitische Umfeld seit Jahresbeginn noch instabiler geworden ist - insbesondere durch den Krieg im Nahen Osten", erklärte Sewing. Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen und zu weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen geführt.

An der Börse konnte die Quartalsbilanz jedoch nicht überzeugen. Die Aktien der Deutschen Bank verloren mehr als zwei Prozent. "Während die Ergebnisse die Erwartungen übertrafen und der Ausblick für 2026 bekräftigt wurde, dämpfen der Anstieg der Risikovorsorge und die niedriger als erwartet ausgefallene harte Kernkapitalquote die Begeisterung", kommentierten die Analysten von RBC. Ähnlich äußerten sich die Branchenexperten von JP Morgan.

Die Risikovorsorge stieg von 471 Millionen auf 519 Millionen Euro und lag damit über der Markterwartung von 447 Mio. Euro. Darin enthalten sei ein Puffer für makroökonomische Unsicherheiten, erklärte die Bank. Die harte Kernkapitalquote bewegte sich mit 13,8 Prozent zwar in der operativen Zielspanne von 13,5 bis 14,0 Prozent, aber unter der Analystenschätzung von 14,1 Prozent.

"Wir sind weiterhin voll und ganz von unserem Ausblick für 2026 und darüber hinaus überzeugt", sagte der neue Finanzvorstand Raja Akram. Die Zahlen des Auftaktquartals seien eine gute Ausgangsbasis für das angestrebte Ertragsniveau von 33 Milliarden Euro im Gesamtjahr, erklärte die Bank. Man sei auf Kurs, 2026 ein starkes operatives Ergebnis zu erreichen. In der Investmentbank erwartet das Management nun höhere Erträge als im Vorjahr und äußerte sich damit etwas optimistischer als bisher.

"Ich denke, wir haben die Bank so aufgestellt, dass wir mit Spannungen, Widrigkeiten oder wirtschaftlichen Verwerfungen umgehen können", sagte Akram. Gleichzeitig wünschten Kunden in diesem Umfeld mehr Risikomanagement und mehr Beratung. "In gewisser Weise sind wir also für sie da. Und das hat offensichtlich unseren Ergebnissen im ersten Quartal geholfen."

Die Erträge wuchsen um zwei Prozent auf 8,7 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern stieg auf 12,7 Prozent von 11,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich auf 58,9 Prozent von zuvor von 61,2 Prozent.

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