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Die positive Entwicklung im August geht vor allem auf die höhere Produktion im Baugewerbe zurück: Diese wuchs um 9,3 Prozent zum Vormonat. "Innerhalb des Baugewerbes ist insbesondere der Bereich spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe mit einem Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vormonat hervorzuheben", erklärten die Statistiker. Die Energieerzeugung schrumpfte dagegen um 0,4 Prozent.
Die Industrie allein stellte 0,6 Prozent mehr her. Die Maschinenbauer meldeten dabei mit 5,3 Prozent ein besonders kräftiges Plus. Negativ auf die gesamte Produktion wirkte sich hingegen der erneute Rückgang in der Autoindustrie von 5,4 Prozent aus. Erklärt wird das teilweise mit den branchenüblichen Werksferien, die diesmal mehr als im Vorjahr in den August fielen.
Für die Industrie stehen die Chancen auf eine Belebung in den kommenden Monaten nicht schlecht: Die Auftragsbücher sind mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015.
Im August gab es allerdings einen Rückschlag: Der Wegfall großer Rüstungsaufträge hat der deutschen Industrie einen heftigen Auftragseinbruch eingebrockt. Das Neugeschäft schrumpfte um 10,6 Prozent im Vergleich zum Juli und damit so stark wie seit Jänner nicht mehr.
Das deutsche Wirtschaftsministerium verweist auf Risiken. So bleibe die Rheinschifffahrt infolge des Niedrigwassers eingeschränkt, während der Impuls der energieintensiven Industrien im Zuge der Krise in der Golfregion nachlasse und sich die Auslandsumsätze zuletzt angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks wenig dynamisch entwickelten. "Somit sind die Aussichten für eine breit angelegte Belebung der Industriekonjunktur weiter verhalten", hieß es vom Ministerium.