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Aktuelle Indikatoren in der Industrie deuteten darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur sehr verhalten entwickelt haben dürfte. Das Bruttoinlandsprodukt hatte im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent zugelegt. "Nach einer kurzen Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn haben sich Erwartungen von Unternehmen und auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder eingetrübt", teilte das Ministerium weiter mit. Die Industrie entwickelte sich demnach zuletzt schwach und auch der Bau wies witterungsbedingt deutliche Einbußen auf.
Lieferengpässe belasten
Zusätzlich belasteten Lieferengpässe und steigende Energie- sowie Rohstoffpreise die Unternehmen: "Konsumnahe Bereiche leiden unter steigenden Preisen, schwacher Nachfrage und Unsicherheiten." Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hänge wesentlich von einer Lösung des Konflikts im Nahen Osten ab. Doch auch dann dürften hohe Energiepreise, Lieferprobleme und wirtschaftliche Belastungen noch länger anhalten.
"Der angekündigte Waffenstillstand ist eine wichtige Voraussetzung für eine Normalisierung der Handels- und Produktionskapazitäten im Nahen Osten", heißt es in dem Bericht weiter. Voraussichtlich werde dies angesichts der bisherigen Zerstörung der dortigen Produktionskapazitäten und des Rückstaus durch Lieferengpässe bei Energie- und anderen Rohstoffen noch eine längere Zeit dauern. Solange würden die Energie- und Rohstoffpreise auf erhöhtem Niveau bleiben. Die belastenden Effekte auf die deutsche Wirtschaft dürften damit auch im weiteren Jahresverlauf spürbar sein, im günstigsten Fall mit einer allmählichen Normalisierung der Energie- und Rohstoffpreise.
ASSALUYEH - IRAN: FOTO: APA/APA/AFP/BEHROUZ MEHRI