Chinesische Anta hält 29 Prozent an Puma

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Sportartikelriese will deutschen Konzern weitgehend eigenständig lassen
 © AFP, CHARLY TRIBALLEAU, Apa
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Der chinesische Sportartikel-Riese Anta Sports, der bei Puma eingestiegen ist, will den deutschen Konzern nach eigenen Angaben an der langen Leine lassen, drängt aber in den Aufsichtsrat. "Als langfristig orientierter Aktionär freuen wir uns darauf, unsere Erfahrungen und Fähigkeiten, insbesondere im Bereich Retail und im operativen Geschäft, einzubringen", erklärte Anta-Chef Ding Shizhong am Mittwoch. Das dürfte vor allem für China gelten, wo Puma unterrepräsentiert ist.

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Puma habe "erhebliches langfristiges Potenzial", so der Anta-Chef. "Gleichzeitig respektieren wir Pumas Unabhängigkeit und Markenidentität", betonte Shizhong.

Puma teilte mit, der Einstieg des chinesischen Konzerns mit 29,1 Prozent sei mehr als acht Monate nach der Ankündigung perfekt. Anta Sports hat das Anteilspaket der französischen Milliardärsfamilie Pinault an dem angeschlagenen Unternehmen aus Herzogenaurach für gut 1,5 Milliarden Euro übernommen. Ein Übernahmeangebot an die übrigen Puma-Aktionäre sei "derzeit" nicht geplant, bekräftigte Anta. "Für uns ist das langfristige Engagement von Anta Sports ein großer Vertrauensbeweis in unsere Strategie, unser Managementteam und unsere Zukunft", sagte Puma-Vorstandschef Arthur Höld. Er hat sich vorgenommen, Puma wieder zum drittgrößten Sportartikelhersteller weltweit hinter Nike und Adidas zu machen. "Wir haben volles Vertrauen in das Managementteam und die strategische Ausrichtung", erklärte Shizhong.

Anta meldete jedoch Anspruch auf eine "angemessene Vertretung" im Puma-Aufsichtsrat an. Die Pinault-Familienholding Artemis stellt dort bisher zwei Mitglieder. Die Vorsitzende des Gremiums, Heloise Temple-Boyer, ist die stellvertretende Chefin von Artemis.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU

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