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Zugleich beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum auf fünf Prozent, nachdem es im Vorquartal auf ein Drei-Jahres-Tief gefallen war. Die Daten deuten jedoch auf eine ungleiche wirtschaftliche Erholung hin, während sich die Regierung in Peking auf die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten vorbereitet. Die Daten zu den Industriegewinnen umfassen Unternehmen mit einem Jahresumsatz aus ihrem Hauptgeschäft von mindestens 20 Millionen Yuan (2,93 Millionen Dollar).
Unter der Oberfläche der Erholung zeigen sich wachsende Divergenzen. Während die Exporte im vergangenen Monat ins Stocken gerieten und sich sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion abkühlten, ließen die Erzeugerpreise eine jahrelange Deflationsphase hinter sich. Analysten warnen jedoch, dass Unternehmen durch steigende Kosten bei gleichzeitig begrenzter Preissetzungsmacht in die Zange genommen werden könnten, da die Nachfrage fragil bleibt. Zusätzlicher Druck entsteht durch externe Risiken. Die Krise im Nahen Osten hat die Unsicherheit über die weltweite Nachfrage und die Lieferketten erhöht. Dies droht die Margen der chinesischen Hersteller weiter zu schmälern, die ohnehin schon mit schwachen Aufträgen und einer zurückhaltenden Ausgabenpolitik von Haushalten und Unternehmen konfrontiert sind.