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"Wir haben einen guten Start erwischt und bauen auf diesem Schwung auf", schrieb Vorstandschef Kelly Ortberg in einem Memo an die Belegschaft. "Gemeinsam machen wir Fortschritte dabei, unsere Unternehmenskultur zu stärken und das Vertrauen bei unseren Kunden wieder herzustellen."
Boeing verzeichnete im ersten Quartal aber zugleich einen Mittelabfluss von 1,5 Milliarden Dollar. Das lag vor allem am Ausbau der Kapazitäten für die Produktion der Langstrecken-Maschinen vom Typ Boeing 787 in South Carolina, für den Bau von Militärjets in St. Louis und für eine neue Produktionslinie für die Produktion des Verkaufsschlagers 737 MAX in Everett im US-Bundesstaat Washington.
Boeing baut zurzeit 42 Exemplare der Kurzstrecken-Baureihe 737 MAX im Monat, will aber die Schlagzahl bis Jahresende auf 47 erhöhen. Die Zertifizierung der kleinsten und der größten Variante 737-7 und 737-10 dauert aber noch an. Auch sie belastete den Cashflow. Die Genehmigung der US-Behörden für die beiden Flugzeugtypen wird noch in diesem Jahr erwartet, 2027 sollen die ersten Maschinen ausgeliefert werden.
Der Umsatz in der Verkehrsflugzeug-Sparte von Boeing stieg um 13 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Der Flugzeugbauer lieferte im ersten Quartal so viele Flugzeuge aus wie seit 2019 nicht mehr, schrieb aber in der Sparte 563 Millionen Dollar Verlust. In der Rüstungs- und Raumfahrt-Sparte, die kürzlich den Mondflug der "Artemis II"-Mission erfolgreich absolviert hat, stieg der Gewinn um 50 Prozent auf 233 Millionen Dollar.