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Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Privatkundengeschäft, das von besseren Zinsmargen in Frankreich und Belgien profitierte.
Das Investmentbanking blieb dagegen hinter der Entwicklung von US-Konkurrenten und der Schweizer UBS zurück. Die Sparte konnte kaum von den Marktturbulenzen infolge des Krieges im Iran profitieren. Die Erträge im Handel stiegen lediglich um 2,5 Prozent, während das Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden um fast zehn Prozent einbrach. Das Management begründete dies mit verzögerten Transaktionen im März aufgrund der geopolitischen Lage.
Analysten der Royal Bank of Canada wiesen zudem darauf hin, dass das überraschend gute Gesamtergebnis stark von Einmaleffekten geprägt war. So habe eine positive Neubewertung der Beteiligung an der Fonds-Handelsplattform Allfunds, die von der Deutschen Börse übernommen wird, höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mehr als ausgeglichen.
Angesichts der unsicheren makroökonomischen Lage durch den Nahost-Konflikt legte BNP Paribas mehr Geld für drohende Kreditausfälle zurück. Die Risikovorsorge stieg im ersten Quartal auf 922 Millionen Euro nach 766 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit schließt sich das Institut dem vorsichtigen Vorgehen anderer europäischer Geldhäuser wie der Deutschen Bank und Lloyds an. Für Rückenwind bei den Erträgen sorgte die erstmalige Vollkonsolidierung des von der Axa übernommenen Vermögensverwalters Axa Investment Managers, die jedoch höhere Integrationskosten mit sich brachte. An ihrem Ziel, die harte Kernkapitalquote (CET1) bis 2027 auf 13 Prozent zu steigern, hielt die Bank fest. Ende März lag die Quote bei 12,8 Prozent.
MONTPELLIER - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/PASCAL GUYOT