BNP Paribas übertraf Gewinnerwartungen

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Nettogewinn im Quartal um 9 % auf 3,22 Mrd. Euro gestiegen
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Die französische Großbank BNP Paribas hat im ersten Quartal dank eines starken Privatkundengeschäfts mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn sei um neun Prozent auf 3,22 Milliarden Euro gestiegen, teilte das nach Bilanzsumme größte Geldhaus der Eurozone mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 2,93 Milliarden Euro gerechnet. Die Erträge übertrafen mit einem Plus von 8,5 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro ebenfalls die Prognosen.

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Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Privatkundengeschäft, das von besseren Zinsmargen in Frankreich und Belgien profitierte.

Das Investmentbanking blieb dagegen hinter der Entwicklung von US-Konkurrenten und der Schweizer UBS zurück. Die Sparte konnte kaum von den Marktturbulenzen infolge des Krieges im Iran profitieren. Die Erträge im Handel stiegen lediglich um 2,5 Prozent, während das Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden um fast zehn Prozent einbrach. Das Management begründete dies mit verzögerten Transaktionen im März aufgrund der geopolitischen Lage.

Analysten der Royal Bank of Canada wiesen zudem darauf hin, dass das überraschend gute Gesamtergebnis stark von Einmaleffekten geprägt war. So habe eine positive Neubewertung der Beteiligung an der Fonds-Handelsplattform Allfunds, die von der Deutschen Börse übernommen wird, höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mehr als ausgeglichen.

Angesichts der unsicheren makroökonomischen Lage durch den Nahost-Konflikt legte BNP Paribas mehr Geld für drohende Kreditausfälle zurück. Die Risikovorsorge stieg im ersten Quartal auf 922 Millionen Euro nach 766 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damit schließt sich das Institut dem vorsichtigen Vorgehen anderer europäischer Geldhäuser wie der Deutschen Bank und Lloyds an. Für Rückenwind bei den Erträgen sorgte die erstmalige Vollkonsolidierung des von der Axa übernommenen Vermögensverwalters Axa Investment Managers, die jedoch höhere Integrationskosten mit sich brachte. An ihrem Ziel, die harte Kernkapitalquote (CET1) bis 2027 auf 13 Prozent zu steigern, hielt die Bank fest. Ende März lag die Quote bei 12,8 Prozent.

MONTPELLIER - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/PASCAL GUYOT

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