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Die in Osteuropa sowie in der Ukraine und in Russland tätige Bank hatte ihre Offerte im Mai auf 26,50 Euro (Gesamtbewertung: rund 517 Mio. Euro) nachgebessert. An den übrigen Konditionen halte die NLB fest: Die Übernahme komme nur zustande, wenn dem Institut mindestens 75 Prozent der Addiko-Anteile angedient würden und die Aufsichtsbehörden zustimmten. Die Addiko-Aktie notierte an der Wiener Börse zuletzt bei 27,00 Euro.
Die Aufstockung folgt auf einen Rückschlag für die NLB: Vorstand und Aufsichtsrat der Addiko Bank hatten sich zuletzt auf die Seite der RBI geschlagen und den Aktionären deren Offerte zur Annahme empfohlen. Für das Angebot der NLB gaben sie wegen drohender regulatorischer Hürden in Kroatien und fehlender Zusagen von Großaktionären keine Empfehlung ab. Die NLB zeigt sich jedoch zuversichtlich, die nötigen Genehmigungen zeitnah zu erhalten. Da Österreich, Slowenien und Kroatien dem einheitlichen europäischen Aufsichtsmechanismus unterlägen, gehe man von einer objektiven Prüfung durch die Europäische Zentralbank (EZB) aus. Zudem verwies die NLB darauf, dass es noch keine bindende Zusage von Großaktionären für die RBI gebe. Zuvor hatte der Investor Alta Pay, dem knapp 30 Prozent der Addiko-Anteile zugerechnet werden, signalisiert, die RBI-Offerte annehmen zu wollen. Die Annahmefrist für Aktionäre läuft noch bis zum 22. Juli.
Die RBI plant, das Addiko-Geschäft in Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro im Falle einer Übernahme umgehend an Alta abzugeben. Für die NLB ist es bereits der zweite Anlauf auf die aus der früheren Kärntner Skandalbank Hypo Alpe-Adria hervorgegangene Addiko: Im Sommer 2024 waren die Slowenen mit einem Gebot von 22 Euro gescheitert. Seit dem Börsengang 2019 stand das Institut wegen seiner fragmentierten Aktionärsstruktur wiederholt im Visier von Investoren.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER