Arbeitslosenzahlen im Mai gestiegen - 378.000 ohne Job

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Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent
 © HANS KLAUS TECHT, Themenbild, Apa
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Die schwache Konjunkturentwicklung belastet weiter den Arbeitsmarkt. Ende Mai waren über 378.000 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 0,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote habe sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent erhöht, teilten das Sozialministerium und das AMS am Montag mit. Wie in den Vormonaten gab es einen Arbeitslosenrückgang bei Männern und einen Anstieg bei Frauen.

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Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen stieg um 13 Prozent bzw. knapp 12.000 Personen auf rund 103.000. Bei langzeitarbeitslosen Personen (mehr als 12 Monate) gab es ein Plus von rund einem Viertel auf rund 54.000, geht aus AMS-Zahlen hervor. Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) fordert von den Betrieben "ein Umdenken" bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: "Ältere Arbeitssuchende müssen vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben haben", so Schumann in einer Aussendung.

Seit Februar sinkt die Zahl der arbeitslosen Männer inklusive Schulungen, bei Frauen steigt die Arbeitslosigkeit hingegen noch. "Während es bei Männern bereits einen Rückgang um 2,2 Prozent gab, kam es bei den Frauen zu einem Plus von 4,2 Prozent, denn Branchen mit höherem Frauenanteil (Handel und Gesundheit) sind vom Anstieg besonders betroffen", kommentierte AMS-Vorständin Draxl die Mai-Arbeitsmarktdaten.

Sie verwies außerdem auf eine Umfrage des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) zur unternehmerischen Konjunktureinschätzung, dass aufgrund des Iran-Krieges die Stimmung mehrheitlich skeptisch bleibe. "Entsprechend vorsichtig sind Unternehmen in der Folge auch in ihrer Personalpolitik", erklärte die AMS-Vorständin.

Die Zahl der beim AMS gemeldeten, sofort verfügbaren offenen Stellen sank gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf rund 79.000. Der ÖVP-Wirtschaftsbund erfasst in seinem Stellenmonitor alle Online-Jobportale und verzeichnete 167.000 offene Stellen in Österreich.

In Kärnten, Tirol, Wien, Salzburg und Oberösterreich gab es laut AMS einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit inklusive Schulungen, der aber vom Anstieg in den größeren Bundesländern - insbesondere Niederösterreich (+5 Prozent) und Steiermark (+4 Prozent) - mehr als egalisiert wurde.

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