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Die Bank habe zwischen 2019 und 2024 niedrigere sogenannte risikogewichtete Aktiva gemeldet, als sie an die Bankenaufseher hätte übermitteln müssen. JP Morgan SE habe mit den falsch berechneten Zahlen verhindert, dass die Aufseher einen umfassenden Überblick über ihr Risikoprofil erhielten, kritisierte die EZB, die die größten Banken im Euroraum überwacht.
Risikogewichtete Aktiva sind ein Maß für die Risiken, die eine Bank in ihren Büchern hat. Sie dienen Banken als Grundlage für die Berechnung ihrer Kapitalanforderungen. Wegen der zu niedrig angegebenen risikogewichteten Aktiva habe die Bank höhere Kapitalquoten als angebracht gemeldet, erklärte die EZB. Die Quoten sind Schlüsselindikatoren für die Kapitalstärke von Banken und ihre Widerstandskraft, um Verluste abzufedern.
Die Bank habe die Verstöße aufgrund "offensichtlicher Mängel in ihren internen Prozessen mit grober Fahrlässigkeit begangen", bemängelte die EZB. Interne Kontrollen hätten die Verstöße nicht rechtzeitig aufgedeckt. Die US-Bank kann die Entscheidung vor dem Gerichtshof der Europäischen Union anfechten.
Erst kürzlich hatte JP Morgan Ärger mit Aufsehern. So verhängte die deutsche Finanzaufsicht Bafin im Herbst eine Rekordstrafe gegen die Amerikaner in Höhe von rund 45 Mio. Euro wegen Mängeln in der Geldwäscheprävention.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/STAN HONDA