Australische Zentralbank hebt Leitzins zum dritten Mal an

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Leitzins von 4,10 auf 4,35 Prozent erhöht
 © AFP, MUHAMMAD FAROOQ, Apa
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Die australische Notenbank hat ihre Zinsen wegen des Ölpreisschocks infolge des Nahost-Konflikts zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben und vor einer hartnäckigen Inflation gewarnt. Der Leitzins wurde am Dienstag von 4,10 auf 4,35 Prozent erhöht. Die drei Senkungen aus dem laufenden Jahr wurden damit rückgängig gemacht. Dadurch kehrten die Kreditkosten auf die nach der Corona-Pandemie erreichten Höchststände zurück.

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"Höhere Kraftstoffpreise treiben die Inflation an", hieß es in der Erklärung des Gremiums. "Es gibt Anzeichen dafür, dass dies wahrscheinlich Zweitrundeneffekte auf die Preise für Waren und Dienstleistungen im Allgemeinen haben wird." Die Inflation dürfte für einige Zeit über dem Zielwert von zwei bis drei Prozent bleiben. Zuletzt lag die Teuerungsrate bei mehr als vier Prozent.

"Keine andere Wahl"

"Angesichts des Zusammentreffens von inländischem und weltweitem Inflationsdruck hatte die Notenbank heute kaum eine andere Wahl, als die Zinsen zu erhöhen", sagte Analyst Harry Murphy Cruise von Oxford Economics Australia. Die weitere Zinsentwicklung hänge nun maßgeblich von der Straße von Hormuz ab. Eine längere Schließung der strategisch wichtigen Wasserstraße, durch die normalerweise 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden, würde die Notenbank zu weiteren Zinserhöhungen zwingen. Der Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite hatte den Ölpreis zuletzt auf 114 Dollar je Barrel getrieben. Dies ist ein Anstieg von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Niveau vor Ausbruch des Konflikts.

Die australische Notenbank hatte nach der Pandemie einen sanfteren Kurs als andere Zentralbanken gefahren und dabei dem Arbeitsmarkt Vorrang vor einer schnellen Straffung der Geldpolitik eingeräumt. Diese Wette ging jedoch nicht auf, als die Inflation schon in der zweiten Jahreshälfte 2025 wieder anzog. Dieses Risiko wird nun durch den Krieg und den Energiepreisschock verschärft. Während das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern aus Angst vor einer Rezession eingebrochen ist und der Immobilienmarkt an Schwung verloren hat, erweist sich der Jobmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent als robust.

An den Finanzmärkten war der Zinsschritt weitgehend erwartet worden. Der australische Dollar gab leicht auf 0,7162 US-Dollar nach.

SYDNEY - AUSTRALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/MUHAMMAD FAROOQ

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