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Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne Meldungslage vor. Auf dem ATX lasteten im Verlauf vor allem die Kursverluste der schwergewichteten Banken. BAWAG verbilligten sich um 1,8 Prozent. Erste Group sanken um 1,6 Prozent und die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten ein Minus von 1,9 Prozent verbuchen.
Die OMV-Titel fielen unter den weiteren Schwergewichten um starke 2,7 Prozent. Europaweit standen die Ölwerte wegen erneut rückläufiger Rohölnotierungen unter Druck. Experten begründeten den Preisrückgang mit der Erwartung eines möglicherweise bald steigenden Angebots aus dem ölreichen südamerikanischen Land Venezuela.
Eine Meldung konnte die OMV-Aktie in Wien nicht unterstützen. Die Republik Österreich hat der OMV für die geplante Wasserstoff-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha eine Förderung von bis zu 123 Mio. Euro zugesagt. Die Anlage soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen, 140 Megawatt Elektrolyseleistung erreichen und jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff für industrielle Anwendungen erzeugen. OMV-Chef Alfred Stern sieht darin ein "starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung" in Österreich.
voestalpine gewannen hingegen in einem starken Sektor 1,8 Prozent. Die Verbund-Anteilsscheine steigerten sich um deutliche 3,3 Prozent. Im Versicherungsbereich schwächten sich Vienna Insurance Group um 2,5 Prozent ab.
Im Blickfeld standen auf fundamentaler Ebene publizierte Preisdaten aus dem Euroraum. Die Inflation in der Eurozone ist Ende 2025 wie erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im November bei 2,1 Prozent gelegen war.
Die Inflation in Österreich schwächt sich ab, bleibt aber weiter deutlich höher als im Rest der Eurozone. Im Dezember betrug die Teuerungsrate 3,8 Prozent, teilte die Statistik Austria mit. Sie liegt damit erstmals seit Juli 2025 wieder unter vier Prozent.
Die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen verfehlten die Prognosen. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist Ende des vergangenen Jahres etwas unter den Prognosen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte ihre Anzahl um 41.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg um 50.000 Stellen erwartet.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ