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Er rechne daher für 2026 mit Erlösen von 36 bis 40 statt 34 bis 39 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 13 Prozent auf 8,77 Mrd. Euro. Der Reingewinn legte um mehr als 17 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro zu. Für das angelaufene Quartal peilt Fouquet Erlöse von 8,4 bis 9 Mrd. Euro an.
Die Prognoseanhebung sei nach den zahlreichen positiven Nachrichten der vergangenen Monate erwartet worden, sagten Börsianer. So hatte ASML etwa Milliardenaufträge der Chipkonzerne SK Hynix und Samsung ergattert. Einige Anleger trennten sich dennoch von ASML-Aktien, die auf der Handelsplattform Tradegate vorbörslich um etwa drei Prozent fielen. In den vorangegangenen Tagen hatten sie insgesamt etwa 15 Prozent zugelegt.
Der Ausblick berücksichtige mögliche Einbußen durch die geplante erneute Verschärfung der US-Beschränkungen für Hochtechnologie-Exporte nach China, betonte Fouquet. Die USA wollen den technologischen und militärischen Aufstieg der Volksrepublik bremsen. Auf Druck aus Washington untersagte die niederländische Regierung ASML den Export der neuesten Maschinengeneration dorthin. Nun sollen auch ältere Modelle in das Verbot einbezogen werden. Zudem dürfte der Zulieferer bereits verkaufte Maschinen dann nicht mehr warten. Im vergangenen Jahr machte er ein Drittel seines Umsatzes in China. Für 2026 rechnet ASML mit einem Rückgang der Quote auf 20 Prozent. Sollten die US-Pläne umgesetzt werden, würde Schätzungen zufolge etwa die Hälfte des verbliebenen Geschäfts in der Volksrepublik wegbrechen.
ASML ist der weltweit führende Anbieter von Lithographie-Maschinen, mit denen Leiterbahnen für Computerchips auf Siliziumscheiben belichtet werden. Das Spitzenprodukt des Konzerns sind sogenannte EUV-Anlagen. EUV steht für extrem ultraviolettes Licht. Mithilfe dieser Technologie können mikroskopisch feine Strukturen erzeugt werden, die für leistungsstarke Prozessoren notwendig sind. Diese Maschinen sind so groß wie ein Doppeldeckerbus und kosten pro Stück mehrere Hundert Millionen Euro.