Addiko - RBI senkt Mindestannahmequote auf über 55 Prozent

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Der Übernahmekampf um die Addiko Bank geht weiter
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
©APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Raiffeisen Bank International (RBI) legt im Bieterkampf um die Addiko Bank nach. Wie die RBI am Donnerstag mitteilte, wird die Mindestannahmequote im freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für sämtliche Addiko-Aktien auf mehr als 55 Prozent gesenkt. Zuvor lag die Schwelle bei über 75 Prozent der rund 19,5 Millionen ausgegebenen Addiko-Aktien. Die Annahmefrist für das Angebot läuft noch bis zum 22. Juli 2026.

von

Mit dem Schritt erhöht die RBI den Druck auf die slowenische Konkurrentin Nova Ljubljanska Banka d.d. (NLB). Die RBI hatte am 14. Mai 2026 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zur Kontrollerlangung gemäß § 25a Übernahmegesetz an die Aktionärinnen und Aktionäre der Addiko Bank AG (Addiko) zum Erwerb aller ausgegebenen und ausstehenden auf Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien der Addiko veröffentlicht. Die NLB hatte ihr Offert Mitte Juni aufgestockt und die Aktionäre auf ihr gesetzliches Rücktrittsrecht hingewiesen.

Die NLB bietet 37,00 Euro je Addiko-Aktie und übertrifft das RBI-Angebot von 26,50 Euro um 10,50 Euro und damit in Summe um etwas mehr als 200 Mio. Euro. Beide Banken machten ihre Angebote bisher von einer Annahmequote von 75 Prozent abhängig, die RBI hat nun reduziert. Da die RBI die gesetzliche Schwelle von 50 Prozent bereits überschritten hat, kann die NLB diese Hürde rechnerisch nur nehmen, wenn Aktionäre ihre Zusagen an die Konkurrenz wieder zurückziehen. Beide Banken werben nun intensiv um verkaufswillige Anteilshaber.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Nur jetzt ein ganzes Jahr trend. für nur €10,99 pro Monat!