E-Lkw: Dachser mit ernüchternder Zwischenbilanz

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 © Johannes Mautner Markhof

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Der Großlogistiker Dachser stoppt die geplante Ausweitung seiner E-Lkw-Flotte. Betriebswirtschaftlich zahle sich der Versuch nicht aus.

Großlogistiker Dachser war vor zwei Jahren einer der ersten mit E-Lkw in Österreich. Jetzt stoppt der Konzern mit weltweit 37.000 Mitarbeitern und über acht Milliarden Euro Umsatz die geplante Ausweitung seines Versuchs. Daniel Brunnauer, General Manager der Niederlassung in Wien, ist ernüchtert: „Die Technik hält stand, die Ökonomie scheitert an der Realität: Wir haben zwar 80 Tonnen CO2 gespart, aber betriebswirtschaftlich lässt sich so eine Investition derzeit nicht wiederholen.“

Weder sinken die Batterie-, noch steigen die Dieselpreise schnell genug, die doppelt so hohen Anschaffungskosten seien nicht zu rechtfertigen. Die Wartung sei nicht billiger, Haftungsfragen ungeklärt, das öffentliche Laden der Batterien nicht auf Lkw abgestimmt. Vor allem wollen die Kunden grüne Logistik nicht extra honorieren: „Nachhaltigkeit wird eingefordert, bezahlt wird weiterhin zum Dieselpreis.“ Bleibt als Rentabilitätsbonus die Mautersparnis. Doch die ist nur auf der reichweitenkritischen Langstrecke bemerkbar, nicht im aktuell präferierten Stadtverkehr. Dass eben die E-Lkw-Förderung des Bundes (ENIN) gestrichen wurde, hat die Entscheidung eventuell mit beeinflusst.

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 4. September 2026 erschienen.

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