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AVL: Fahrt in die Zukunft

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AVL-TU Graz Transmission Center

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Die Expertise des steirischen Weltkonzerns AVL - Drittplatzierter beim trend-Innovationsranking - ist bei E-Mobilität und Formel 1 gefragt.

Bei AVL dreht sich seit der Gründung 1948 alles ums Automobil. Das ist nach wie vor so, nur das Automobil hat sich geändert. „Wir haben das Segment nie monolithisch betrachtet. Technologien zur Energieumwandlung sind überall gefragt, in der Mobilität auch in Marine und Luftfahrt, ebenso im Energiebereich oder in der Verteidigung“, sagt Georg List, als Vice President bei AVL zuständig für die Strategieentwicklung und die enge Verbindung zur Forschung sowohl im Engineering als auch im Produktgeschäft: „Wir schauen nicht in die Kristallkugel. Über allem stehen langfristige Strategievisionen, die über mindestens fünf Jahre reichen, die konkrete Planung passiert in Ein-, Zweijahresschritten. Brennstoffzellen beforschen wir seit 20 Jahren, Batterien seit Jahrzehnten. Wir denken also auch in Long Shots.“ 

Der Weg von den Prüfständen für Motoren zu Entwicklungstools, die heute zum Einsatz kommen, ist nur scheinbar ein weiter. „Es geht schlicht darum, das Auto zu verstehen und die Auswirkungen neuer Technologien. Bei E-Fahrzeugen zum Beispiel ist die Batterie ein Speicher und ein strukturelles Teil“, sagt List. 

AVL ist bei den Batterie-Testständen erster Ansprechpartner für die Industrie und hat modulare Konzepte entwickelt, die laufend optimiert werden. List: „Die Testzeiten weiter zu verkürzen ist gerade ein spannendes Ziel.“ Geschwindigkeit ist bei AVL immer ein Thema und bei den prestigeträchtigsten Kunden, den Formel-1-Rennställen, geht’s um Hundertstelsekunden. „Die Formel 1 ist tough, aber extrem spannend für die Produktentwickler:innen“, sagt List. Mehr darf er dazu nicht sagen, die Rennställe wollen sich möglichst wenig in die Karten blicken lassen.

Steigend ist der Anteil der Mitarbeitenden im Softwarebereich, bald sind es 30 Prozent der F&E-Mitarbeitenden: „Die Software definiert heute das Fahrzeug. Da geht es auch beim Auto um Cloudification, Künstliche Intelligenz und Dinge wie Software as a Service“, sagt List. „Das Geschäftsmodell und das IP-Modell sind komplett anders.“ 

Geforscht wird bei AVL auch in zahlreichen europäischen und österreichischen F&E-Programmen. Für List ist diese kollaborative Forschung wichtig: „In diesen Programmen sind Konzerne wie VW, Infineon oder Conti dabei. Gemeinsam geht die Entwicklung schneller und es entsteht Vertrauen. Daneben treiben wir Open Innovation auch über unseren Start-up-Accelerator.“

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 07. 11. 2025 erschienen.

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