Es muss kein Haus kosten

Es muss kein Haus kosten

Mit welchen Kosten Sie bei einer Immobilien-Modernisierung rechnen müssen.

Es zahlt sich aus, ein altes Haus vor dem Kauf unter die Lupe zu nehmen, um Kosten für eine Modernisierung zumindest ansatzweise kalkulieren zu können. Achten Sie vor allem auch darauf, welche Sanierungsarbeiten zuletzt durchgeführt wurden, um zu wissen, welche Investitionen sofort oder erst in ein paar Jahren fällig sind.

Dach

Nach dreißig bis vierzig Jahren wird meist ein neues Dach fällig. Es muss neu abgedichtet und eingedeckt werden. Allein die Dämmung kostet inklusive Arbeitszeit je nach verwendetem Material und Methode zwischen 50 und 200 Euro pro Quadratmeter. Die Lebensdauer beträgt 20 bis 40 Jahre. Und auch eine neue Dacheindeckung hat ihren Preis: Bitumenschindel oder Betondachpfannen sind die Billigvariante um rund 22 Euro pro Quadratmeter (ohne Arbeitszeit), Tonziegel sind teurer und schlagen mit dem Doppelten zu Buche. Wer spezielle regionale Deckung bevorzugt, muss tiefer in die Tasche greifen.

Fassadendämmung

Die am wenigsten aufwändige Dämmmethode ist die Fassadendämmung, bei der ein Wärmedämmverbundsystem einfach an die Außenwand geklebt und danach verputzt wird. Vorhangfassaden und vorgemauerte Dämmfassaden sind schon Luxusvarianten. Die Systeme kosten im Schnitt zwischen 55 und 165 Euro pro Quadratmeter. Dazu kommen noch Kosten für das Einrüsten des Hauses. Die Dämmung hält im Schnitt 40 Jahre.

Außenanstrich

Wirkungsvolle Kosmetik kann man mit einem neuen Anstrich betreiben. Ohne Arbeitszeit muss man zumindest mit 20 Euro pro Quadratmeter rechnen. Nach oben hin gibt’s aber keine Grenze. Silikatfarbe ist haltbarer als Kalk- oder Kunststoff-Dispersionsfarbe.

Modernisieren der Elektroinstallation

Fertiginstallationen lassen sich in Deckenprofilen oder Fußleisten verlegen. Pro Quadratmeter Wohnfläche sollte man rund 130 Euro kalkulieren. Sind Stemmarbeiten notwendig, wird es teurer. Elektroinstallationen müssen im Schnitt alle 30 Jahre erneuert werden.

Heizungsanlage

Alte Häuser wurden bis Ende der siebziger Jahre besonders gern mit Ölheizungen ausgestattet, schließlich spielten die Energiekosten damals keine Rolle. Wer modernisiert, wird den alten Heizkessel gegen ein ökonomischeres und ökologischeres System tauschen. Eine neue Gastherme ist ab 4000 Euro zu haben; wer auf eine Pelletsheizung oder Wärmepumpe setzt, muss zwischen 7200 und 20.000 Euro ausgeben. Ein Heizsystem hält rund 15 Jahre. Oft müssen auch Pumpe und Heizkörper erneuert werden, im schlechtesten Fall die Rohrleitungen neu verlegt werden.

Neue Fenster

Das Haus kann noch so gut gedämmt sein, sind die Fenster nicht dicht, geht viel Energie verloren, und die Heizkosten steigen. Der Preis hängt von der Anzahl, Art und Größe, aber auch vom Material der Fenster ab. Ein Flügel Kunststofffenster mit 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung schlägt mit einem Quadratmeterpreis von knapp unter 300 Euro zu Buche, während Holzfenster gleicher Qualität rund 400 Euro kosten (exkl. Arbeitszeit). Einen Tausch sollte man aber nicht nur von allfälligen Schäden, sondern auch vom Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert) abhängig machen. Ist er größer als 2W/(m2 K), sollte in neue Fenster investiert werden. Diese halten dann in der Regel rund 30 Jahre.

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