Immobilienmarkt in Österreich: Die Nachfrage stagniert, doch die Preise steigen

Immobilienmarkt in Österreich: Die Nachfrage stagniert, doch die Preise steigen

2018 war ein erfolgreiches Jahr für die österreichische Immobilienbranche. Dennoch sank das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr.

Bis zum Jahresende haben rund 42.000 Eigentumswohnungen im Wert von rund zehn Milliarden Euro den Eigentümer gewechselt. Das geht aus der Grundbuchauswertung hervor, welche das Beratungsunternehmen Immo United für den Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) durchgeführt hat.

Dennoch scheint die Nachfrage zu stagnieren: Von 2017 auf 2018 sank das Transaktionsvolumen um vier Prozent. Betrachtet man die Immobilienverkäufe gesondert, wurden 2018 über zehn Prozent weniger Immobilien verkauft als im Vorjahr. Dafür erzielten die Immobilien durchschnittlich sieben Prozent höhere Verkaufspreise.

Wohnungssuchende legen laut dieses Berichts großen Wert darauf, eine Immobilie genau nach ihren Vorstellungen zu finden. Dafür nehmen sie eine längere und gründlichere Wohnungssuche in Kauf. Aus diesem Grund verringert sich das Transaktionsvolumen und die Vermarktungszeit nimmt zu.

Gründe für die gestiegenen Immobilienpreise

Der Preiszuwachs lässt sich mit den aktuell hohen Grundstücks- und Baukosten erklären. Allein die Baukosten sind im Jahr 2018 aufgrund der guten Auftragslage um 30 Prozent gestiegen. In Wien sollen beispielsweise in den Jahren 2018 und 2019 je 11.500 neue Wohnungen entstehen.

Ein aktueller Trend ist hierbei die Schaffung neuer Quartiere mit Bürogebäuden, Wohnimmobilien, Einkaufsmöglichkeiten und einer Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. So sollen Randlagen infrastrukturell aufgewertet und der Immobilienmarkt in Metropolen wie Wien entspannt werden.

Ein erfolgreiches Beispiel hierfür ist die Seestadt Aspern in Wien, die nun seit zehn Jahren besteht. Weitere Projekte dieser Art sind das Althan Quartier am Alsergrund oder das Areal am Donaukanal von ARE und Premium Immobilien, das 2018 der deutschen Investor Art-Invest gekauft hat.

Ein weiterer Grund für die gestiegenen Immobilienpreise ist ein erhöhter Qualitätsanspruch: Häufig gehören beispielsweise Klimaanlagen schon zum Neubau-Standard. Käufer wünschen sich außerdem oft Alarmanlagen und sogenannte Bussysteme, die beispielsweise Beleuchtung, Heizungen, Klimaanlage und Alarmsysteme steuern.

Auch im Jahr 2019 ist nicht mit sinkenden Preisen zu rechnen. Wahrscheinlicher sind Preise auf bestehendem Niveau. Es bleibt spannend, wie sich der Markt im Jahr 2019 weiterentwickelt.

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