Palma: Airbnb & Co ab Sommer verboten

Palma: Airbnb & Co ab Sommer verboten

Palma de Mallorca: Eine der schönsten Städte Europas und von Touristen überschwemmt.

Palma, die Hauptstadt von Mallorca, wird von Touristen regelrecht gestürmt. Davon profitieren auch private Vermieter, die Wohnungen auf Airbnb und anderen Plattformen anbieten. Damit soll schon demnächst Schluss sein.

Die Insel Mallorca ist ein Urlaubsparadies. Aber nicht nur. Auf der Balearen-Insel leben auch rund 880.000 Einwohner, und die haben mit verschiedenen Auswüchsen des Tourismus-Geschäfts oft zu kämpfen. Einer dieser Auswüchse ist der zunehmende Kauf oder Anmietung von Wohnungen in guten Lagen und die anschließende Weitervermietung an Urlauber - zumeist über Online-Portale wie Airbnb.

Obwohl die Vermietung von Zimmern oder ganzen Wohnungen an Touristen in Mehrfamilenhäusern in der Hauptstadt Palma bisher schon verboten war - ein Verbot, das in der Praxis allerdings nicht exekutiert wurde - wurden alleine in Pama rund 3.000 Quartiere via Airbnb angeboten, auf der ganzen Insel etwa 15.000, zu einem Durchschnittspreis von 143 Euro pro Nacht.

Auf Mallorca gibt es knapp 15.000 Airbnb-Angebote, davon rund 3.000 in der Hauptstadt Palma. Damit soll bald Schluss sein.

Auf Mallorca gibt es knapp 15.000 Airbnb-Angebote, davon rund 3.000 in der Hauptstadt Palma. Damit soll bald Schluss sein.

Der Nebeneffekt des für Immobilienbesitzer lukrativen Geschäfts war, dass die Mieten in der Hauptstadt Palma in den vergangenen fünf Jahren um rund 40 Prozent gestiegen sind. Vor allem den Jüngeren fiel es wegen der privaten Ferienvermietung über die Online-Plattformen immer schwerer, leistbare Wohnungen zu finden.

Proteste gegen Airbnb & Co

Der Zorn der Insulaner gegen Airbnb mündete schließlich in Bürgerinitiativen und einem Protestmarsch gegen die Auswüchse des Massentourismus, auf den die Stadtregierung von Palma nun entsprechend reagierte. In Zukunft soll in Palma nur die Ferienvermietung von Einfamilienhäusern erlaubt sein, sofern sich diese nicht auf geschütztem ländlichen Boden, in der Nähe des Flughafens oder in Gewerbegebieten befinden.

Die vom Rathaus vorgestellte Regelung ist restriktiver als jene des Rats der spanischen Insel. Der hatte die Ferienvermietung von Wohnungen in bestimmten Zonen Mallorcas erlaubt. Von dieser Regelung war Palma ausgenommen. Die Pläne müssen noch vom Stadtrat gebilligt werden. Das gilt aber als Formsache, so dass die Neuregelung im Juni oder Juli in Kraft treten dürfte. Anschließend sollen die Kontrollen und Sanktionen deutlich verschärft werden.

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